Skigebiet Gaißau vorerst gerettet

Das insolvente Skigebiet Gaißau-Hintersee (Flachgau / Tennengau) ist nach der zweiten Gläubiger-Tagsatzung vorerst gerettet. Die Gläubiger stimmten am MIttwoch im zweiten Anlauf der 30-Prozent-Rückzahlungsquote zu.

Die Liftgesellschaft hatte in den vergangenen Jahren Schulden von rund 1,8 Millionen Euro angehäuft. Ausschlaggebend für die Zustimmung der Gläubiger war bei der zweiten Tagsatzung vor allem das Sanierungskonzept, das Gaißau-Hintersee vorlegte. Dieses Konzept sieht unter anderem den Bau von technischen Beschneiungsanlagen vor, die der chinesische Hauptgesellschafter finanziert.

Gläubiger-Tagsatzung zum Skigebiet Gaißau

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Bei der zweiten Tagsatzung stimmten die Gläubiger der 30-Prozent-Quote zu

Zuletzt hatten Vertreter der Bundesforste und des Raiffeisenverbandes ihr Veto eingelegt - jetzt könnte das bereits in sommerlicher Ruhe befindliche Skigebiet doch noch eine Zukunft haben. Vor allem die fehlende Beschneiung, dazu etliche veraltete Liftanlagen und hohe Schulden hatten Mitte Jänner zum Konkursantrag durch den chinesischen Mehrheitseigentümer geführt.

Bewertung des Ergebnisses unterschiedlich

Am Mittwoch haben Grundbesitzer, Gastronomen, aber vor allem Raiffeisen und die Bundesforste der 30 Prozent Quote und den angedachten Investitionen zugestimmt. Damit sei das Skigebiet gerettet, zeigte sich anschließend Eigentümer-Vertreter Arno Maschke überzeugt. „Jetzt soll Schritt für Schritt das vorgelegte Sanierungskonzept umgesetzt werden“, sagte Maschke.

Deutlich zurückhaltender äußerte sich Masseverwalter Walter Hochsteger. „Am Mittwoch haben die Gläubiger über die Vergangenheit abgestimmt. Die Zukunft ist aber aus meiner Sicht doch noch ungewiss“, sagte Hochsteger.

Heimischer Experte ersetzt Geschäftsführer

Ein weiteres Ergebnis der Tagsatzung betrifft die Leitung des Skigebiets: Aller Voraussicht nach dürfte der derzeitige chinesische Geschäftsführer dem österreichischen Berater und Skigebiets-Sanierer Egon Hierzegger Platz machen.

Skigebiet Gaißau

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Die Lifte im Skigebiet Gaißau-Hintersee sind veraltet

„Es muss viel getan werden. Die Infrastruktur im Skigebiet ist großteils veraltet. Mit Skifahren alleine wird das Gebiet wahrscheinlich keine nachhaltige Zukunft haben. Meine Idee wäre, Gaissau als DEN Ausflugsberg für das ganze Jahr zu positionieren - zum Skifahren, Schneeschuhwandern oder auch für Aktivitäten im Sommer. Das Gebiet soll quasi 365 Tage im Jahr zugänglich sein“, sagte Hierzegger.

Beschneiungsanlage und neue Bahnen geplant

Nun bleibt abzuwarten, wie die Verhandlungen mit den Grundeigentümern im Skigebiet enden und, ob tatsächlich investiert wird. Geplant sind zunächst eine Beschneiungsanlage und in einigen Jahren auch neue Bahnen.

Skigebiet Gaißau vorerst gerettet

Das insolvente Skigebiet Gaißau-Hintersee (Flachgau / Tennengau) ist vorerst gerettet. Die Gläubiger stimmten am MIttwoch im zweiten Anlauf der 30-Prozent-Rückzahlungsquote zu.

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