Straßensperren durch Muren

Durch starken Regen und Schmelzwasser hat es in der Nacht auf Sonntag in Pinzgau und Pongau einige Hangrutschungen und Muren gegeben. In Großarl, Wagrain und Dienten mussten Straßen gesperrt und von der Feuerwehr geräumt werden.

Die Ellmautalstraße hinter Großarl ist auf einer Länge von rund 100 Metern durch eine Hangrutschung gefährdet. Mehrere Tausend Kubikmeter loses Material sind in Bewegung geraten, sagt Feuerwehrkommandant Josef Prommegger: „Wir sichern nun den Hang, bevor größere Bauarbeiten beginnen können.“

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Auch während der Sicherungsarbeiten durch die Feuerwehr Großarl war der Hang am Sonntag laufend in Bewegung. Hangrutschungen sind gerade im Frühjahr in Regionen mit Schiefergestein keine Seltenheit, sagt Landesgeologe Gerald Valentin: „Zum Regenwasser kommt in dieser Jahreszeit noch das Schmelzwasser dazu.“ Im Ellmautal werden nun Drainage-Rohre im Hang vergraben, um das Wasser abzuleiten.

Einsätze auch in Dienten und Wagrain

Auf der Dientner Landesstraße zwischen Dienten und Lend (Pinzgau) ist eine Mure im Ausmaß von 30 Metern Länge und sieben Metern Breite abgegangen. Feuerwehrleute aus Dienten rückten aus und räumten die Straße. Nach zwei Stunden sie wieder freigegeben werden. In der Nacht auf Sonntag rutschte dann noch weiteres Material nach. Die Einsatzkräfte beseitigten auch dieses, ehe sie sich wenig später noch um einen abgestürzten Baum kümmern mussten, der auch auf die Straße gefallen war.

Und auf der Wagrainer Straße zwischen St. Johann und Wagrain (Pongau) ist ein Hang abgerutscht. Die Einsatzkräfte haben stundenlang versucht, die Straße freizubekommen, was ihnen schließlich auch gelang.

Regen-, Schmelzwasser drücken gemeinsam

ORF-Redakteurin Ulli Wolf hat sich die große Hangrutschung im Großarltal angesehen.

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