Pfarrgemeinderäte: 400.000 Katholiken wählen

Die Katholiken der Erzdiözese wählen in Salzburg und Teilen des Tiroler Unterlandes wählen an diesem Wochenende ihre Pfarrgemeinderäte. Die Kirche will mehr Ehrenamtliche für die Arbeit in Pfarren mobilisieren.

Wie viel gewählte Mandatare der Pfarren dann tatsächlich im Glaubensbetrieb mitzureden haben, das hängt vor allem von den Pfarrern selbst ab. Die katholische Erzdiözese Salzburg umfasst ca. 400.000 Gläubige und 2010 Pfarren. In allen wird an diesem Wochenende der Pfarrgemeinderat gewählt. Normalerweise sitzen zwischen acht und zehn Mandatare in dem Gremium.

Salzburger Dom

Gerald Lehner

Der Salzburger Dom ist das Zentrum der Erzdiözese, die bis ins Tiroler Zillertal reicht

„Kirche kommt im 21. Jahrhundert an“

In Zeiten von Priestermangel und Pfarrverbänden werde das „kirchenpolitische“ Gewicht der gewählten Pfarrgemeinderäte aber größer, sagt Klaudia Achleitner, zuständige Referentin der Erzdiözese Salzburg: „Es gibt viele Gemeinderäte, die an der Zukunft arbeiten. Sie arbeiten mit dem Ortsvorsteher – sei es ein Pfarrer oder Pfarrassistent - daran, dass Kirche im 21. Jahrhundert ankommt. Sie beraten nicht nur, sondern sie leiten auch mit Verantwortung.“

Auch Wahllokale auf Parkplätzen

Insgesamt stehen rund 4.000 Kandidaten - Männer und Frauen - auf den Wahllisten. 411.320 Katholiken, die älter als 14 sind, sind in der Erzdiözese heuer stimmberechtigt. Den Organisatoren ist vor allem eine hohe Wahlbeteiligung wichtig. Deshalb hat in vielen Orten die Wahl schon am Samstagmorgen begonnen - zum Beispiel mit mobilen Wahllokalen auf Parkplätzen von Supermärkten. Gewählt werden kann bis Sonntagabend.

Diözese reicht weit - bis Tirol

ORF-Redakteur Peter-Paul Hahnl hat Daten und Fakten zur laufenden Pfarrgemeinderatswahl in Salzburg recherchiert.

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