Landwirtschaftsminister trifft Bürgermeister

Am Mittwoch war Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) in Salzburg zu Gast. Sein Ziel ist, den ländlichen Raum aufzuwerten. Dazu trifft der Minister einige Bürgermeister auf dem Land zur gemeinsamen Entwicklung eines Masterplans.

Die Aufwertung des ländlichen Raums soll einerseits ideell, durch mehr Anerkennung, und praktisch, durch eine Verlagerung von Behörden weg aus Wien erfolgen. Das ist nur eine der Ideen die im Masterplan Niederschlag finden sollen. Um weitere Ideen zu Sammeln und zu Koordinieren sucht Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) das Gespräch mit den Bürgermeistern der Landgemeinden.

Ländlicher Raum droht zu überaltern

Eines der größten Probleme die es dabei zu bewältigen gilt, ist die Abwanderung in Richtung der städtischen Ballungszentren. Diese hat für den ländlichen Raum schwerwiegende Folgen, sagt der Politologe Peter Filzmaier von der Donau-Universität Krems: „Vor allem würde der ländliche Raum stark überaltern wenn man nicht gezielt Anreize setzt, dass auch Jüngere im ländlichen Raum arbeiten wollen“, so Filzmaier.

Ziel des Masterplans soll es unter anderem sein, den ländlichen Raum mehr wertzuschätzen. Bei dem Treffen mit dem Minister trugen die Bürgermeister aber auch ganz konkrete Pläne an den Minister heran: „Die Seilbahnbehörde wäre etwas wo man darüber nachdenken könnte, wo sie am besten aufgehoben wäre“, sagt etwa der Krimmler (Pinzgau) Bürgermeister Erich Czerny (ÖVP). Die Seekirchner (Flachgau) Bürgermeisterin Monika Schwaiger (ÖVP) ergänzt dazu: „Ich glaube, dass es wichtig ist, dass die Behörden auch in den ländlichen Regionen verankert sind, vor allem damit die Verkehrsströme nicht so in die Städte gezogen werden“.

Behörden sollen ausgesiedelt werden

Einige wenige Bundesstellen wurden bereits in die ländlichen Regionen verlagert. Andere könnten folgen. Auch um jungen Menschen eine Arbeitsplatzperspektive vor Ort zu bieten. Die Landflucht ist inzwischen vor allem weiblich, sagt Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP): „Für sehr viele Frauen die zur Ausbildung und akademischen Bildung in die Städte gehen, ist es nicht mehr attraktiv zurückzukommen, weil es keine modernen Arbeitsplätze gibt, um auch Beruf und Familie in Übereinstimmung zu Bringen“. Zum Teil herrsche auch ein überaltetes Frauenbild, „da gilt es dagegen zu Halten“, so der Landwirtschaftsminister.

Ländlicher Raum soll gestärkt werden

Zu diesem Zweck sucht Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) das Gespräch mit den Bürgermeistern der Landgemeinden. Gemeinsam soll ein Masterplan ausgearbeitet werden.

Auch der Präsident des Salzburger Gemeindeverbandes und Bürgermeister von St. Johann (Pongau) Günther Mitterer (ÖVP) äußerte seine Ideen zur Stärkung des ländlichen Raums und spricht von einem breiten Spektrum von Aktionen: „Das geht von Arbeitsplatzschaffung bis hin zum leistbaren Wohnen, über Dezentralisierung der Behörden“.

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