„Raiffeisenverband weiter im Aufwind“

Beim Salzburger Raiffeisenverband würden die Geldgeschäfte weiterhin gut laufen – trotz strenger EU-Regulierungen und der internationalen Krise bei den Sparzinsen. Das wurde Dienstagabend beim Neujahrsempfang des Konzerns bekanntgegeben.

Mit Darlehen um mehr als zehn Milliarden Euro ist Raiffeisen in Salzburg weiterhin der größte Geldgeber im Land. Es gebe genug Geld in Österreich, sagen Experten von Raiffeisen: Die Privatvermögen - Immobilien nicht eingerechnet - seien etwa doppelt so hoch wie die Staatsverschuldung.

Wo anlegen in Zeiten ohne Zinsen?

Nicht wenige Menschen hätten das Problem: Wohin mit ihrem Geld? Aktien und Anleihen gelten weiter als relativ sicher. Und auch das Sparbuch halte sich, auch wenn es praktisch keine Zinsen mehr bringt, sagt Raiffeisenchef Günther Reibersdorfer: „Die Menschen sparen, weil sie für das Alter und Anschaffungen etwas zurücklegen wollen.“

„Hohe Zinsversprechen problematisch“

Immobilien seien in Salzburg weiterhin gefragt, sagt Christian Struber von der Salzburg Wohnbau: „Es geht in erster Linie darum, dass Immobilien noch immer eine sichere Anlage sind. Andere Anlageformen muss man sich sehr genau anschauen. Je mehr Zinsen versprochen werden, umso problematischer ist es in Zeiten, wo es keine Zinsen gibt.“

Kritik an staatlichen Regulierungen

Kritik aus der Bankenszene gibt es auch - vor allem an der zunehmenden Reglementierung durch Gesetzgeber, staatliche Organe und EU. Den Geldinstituten würde zunehmend die Entscheidungsfreiheit bei Kreditvergaben genommen. Für die Wirtschaft sei das alles andere als gut, heißt es beim Salzburger Raiffeisenverband.

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Optimistisch auf dem Markt

ORF-Redakteur Karl Kern war beim Neujahrstreffen des Salzburger Raiffeisenverbandes.