Fuschlsee-Region sagt Zweitautos Kampf an

17 Gemeinden der Region Fuschlsee-Mondsee wollen die Zahl der Zweitautos möglichst stark verringern. Angestrebt werden nicht nur an Ruftaxis, Carsharing oder E-Bike-Verleih, sondern auch Zukunftstechnologien wie Fahrzeuge ohne Lenker.

Zur Umsetzung dieses Ziels haben die beteiligten Gemeinden 100.000 Euro von der EU erhalten und den international anerkannten Verkehrsplaner Günther Penetsdorfer engagiert. 40.000 Menschen leben in den 17 Gemeinden zwischen Adnet (Tennengau) und Zell am Moos (Oberösterreich) in rund 17.000 Haushalten.

Laut Verkehrsclub Österreich besitzt jeder vierte Haushalt in Sazburg ein Zweitauto, womit es um mehr als 4.000 Fahrzeuge geht. Diese sollen überflüssig werden, betont der Koppler Bürgermeister Rupert Reischl (ÖVP). „Es wäre wichtig, dass man gar kein Zweitauto mehr braucht. Aber dafür muss natürlich der öffentliche Verkehr entsprechend attraktiviert werden.“

Verkehrsplaner von Sotschi als Experte engagiert

Dazu hat der salzburgisch-oberösterreichiche Gemeindeverbund sieben Jahre Zeit und rund eine Million Euro zur Verfügung, der Großteil davon kommt von der EU. Als Experte ist der Verkehrsplaner von Olympia in Sotschi (Russland) engagiert, der Koppler Günther Penetsdorfer. Er will an vielen kleinen Rädchen drehen, um den privaten Autoverkehr zu reduzieren. Es geht um bessere Busverbindungen, umweltfreundliche Zubringer zu den öffentlichen Linien, Ruftaxis, um gemeinsame Nutzung von Elektroautos und zum Beispiel auch den Verleih von Elektrorädern für Touristen.

Auch Kleinbusse ohne Lenker geplant

Penetsdorfer schweben sogar Kleinbusse vor, die ohne Lenker fahren und gerade in den USA , Frankreich und der Schweiz getestet werden, bestätigt der Koppler Bürgermeister Rupert Reischl. „Diese Zukunft ist wohl keine Utopie mehr, sondern schon relativ nahe, weil die Technik hier sehr rasch fortschreitet. Aber man kann es wohl nur Schritt für Schritt einführen. Denn bis sich die Menschen aber in fahrerlose Fahrzeuge wagen, muss wohl noch viel Vertrauen in die neue Technik geschaffen werden.“

Links: