Verschollene Mozart-Komposition gefunden

Die Stiftung Mozarteum präsentierte am Donnerstag einen Sensationsfund des tschechischen Nationalmuseums in Prag. Dort entdeckte ein Forscher im Vorjahr ein verschollen geglaubtes Gemeinschaftswerk von Mozart, Salieri und Cornetti.

Die Kapellmeister Wolfgang Amadeus Mozart, Antonio Salieri und ein dritter bisher unbekannter Komponist namens Cornetti schrieben ihr gemeinsames Werk für eine Freundin - Die Primadonna Nancy Storace. Die Partitur mit dem Titel „Per la ricuperata salute di Ofelia“ ist ein Freudenlied über die Rückkehr von Storage auf die Opernbühnen Wiens (1785). Denn die Sopranistin „hatte in einer Aufführung ihre Stimme verloren und konnte vier Monate nicht auftreten, was für alle Opernkomponisten in Wien ein Drama war“, erklärt Ulrich Leisinger von der Stiftung Mozarteum.

Sensationsfund lässt an Feindschaft zweifeln

Der Sensationsfund zeigt auch, dass Salieri und Mozart einander nicht so spinnefeind waren, wie es auf den Theaterbühnen dieser Welt gerne gezeigt wird. Salieri, der angebliche Rivale, und Mozart, das unkonventionelle Genie, dürften sich tatsächlich recht gut verstanden haben. Sonst hätten sie schließlich nicht gemeinsam an einem Lied gearbeitet.

Die seit 200 Jahren verloren geglaubte Gemeinschaftskomposition mit dem Titel „Per la ricuperata salute di Ofelia“ fanden Forscher im tschechischen Nationalmuseum.

Neuer ‚Mozart-Fund‘ präsentiert

Redakteurin Renate Lachinger bekam eine ‚Hörprobe‘ von der gemeinsamen Komposition von Mozart, Salieri und Cornetti.