Salzburger erfüllen Auftrag in Antarktis

Techniker aus Thalgau (Flachgau) und Bayern sind nach knapp drei Monaten von einem Auftrag in der sommerlichen Antarktis zurückgekehrt. Das Team hat eine alte Forschungsstation wieder flott gemacht, bevor nun der Südwinter kommt.

Der Trip ganz weit in den Süden war für alle etwas Besonderes. Plötzlich steht ein Pinguin auf der Baustelle: Das ist ganz normal, wenn die Baustelle in der Antarktis liegt. Das Techniker-Team hat Bilder mitgebracht von seinem eiskalten Auftrag in der südlichen Eiswüste.

Alte Forschungsstation wieder flott gemacht

Das Ziel war, die alte deutsche Forschungsstation Gondwana in nur fünf Wochen wieder flott zu machen. Die acht Salzburger und Bayern haben moderne und vor allem umweltfreundliche Technik eingebaut und vieles neu gemacht - vom Fundament bis zur Heizung. Seit Dienstag sind die Allrounder wieder zurück in der Heimat.

Auftrag in der Antarktis

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„Wir haben vom Loch graben für die Baumaßnahmen über die über Sanitär- und Elektroarbeiten bis hin zum Programmieren eigentlich alles gemacht und mussten die komplette Baustelle abwickeln“, schildert Stefan Meisl, Energietechniker aus Berchtesgaden im benachbarten Bayern. Und Gottfried Steinbacher, Bauplaner aus Thalgau (Flachgau) ergänzt. „Auf Grund der von uns getätigten Arbeiten können auf der Station künftig zwischen 50 und 75 Prozent der Energie eingespart werden. Und das ist doch beträchtlich.“

Arbeiten bei minus 17 Grad und Wind

Pinguine waren nur das eine - Arbeiten in der Antarktis ist schon etwas ganz eigenes - bei minus 17 Grad plus Wind war es eiskalt und die Sonne ging nie unter. Denn am Südpol ist - jahreszeitlich betrachtet - derzeit Sommer.

Auftrag in der Antarktis

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Minus 17 Grad und Wind: Arbeiten in der Antarktis

„Als Laie kann man sich gar nicht vorstellen, wie weit und groß in der Antarktis alles ist“, sagt Antarktis-Arbeiter Markus Benischke. „Um sieben Uhr haben wir Frühstück gemacht, Abendessen war dann am abend um halb acht. Und danach haben wir meistens noch etwas gearbeitet wie zum Beispiel die Baustelle aufgeräumt oder für nächsten Tag etwas vorbereitet“, berichtet Stahlbau-Experte Josef Koll.

Schuhplatteln mit Koreanern

In den seltenen Pausen ging der Trupp einen Kilometer zu Fuß zur benachbarten südkoreanischen Station - zum Duschen, Entspannen und auch zur Kulturvermittlung, schmunzelt Bautechniker Franz Schwaiger: „Einmal wurden wir zum Essen eingeladen und haben uns gedacht, wir spielen noch ein bisschen Musik von daheim. Dann hat der Markus mit dem Schuhplatteln begonnen. Und die Gaudi mit den Koreanern war perfekt.“

Demnächst arbeiten wieder Geologen auf der Forschungsstation, die von der deutschen Regierung betrieben wird. Der Umbau hat - ohne Transport - rund 1,7 Millionen Euro gekostet. Die beiden Firmen wurden ausgewählt, weil sie sonst oft alpine Schutzhütten umbauen und mit Arbeit in der Kälte viel Erfahrung vorweisen können.

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Salzburger erfüllten Auftrag in Antarktis

Eine Techniker-Gruppe aus Thalgau (Flachgau) und Bayern ist nach knapp drei Monaten von einem Auftrag in der Antarktis zurückgekehrt. Das Team hat eine alte Forschungsstation flott gemacht.