Zivilingenieur wegen Libyen-Konflikt in Konkurs

Die Revolutionen in Nordafrika, in diesem Fall Libyen hat auch späte Auswirkungen nach Salzburg: Am Landesgericht ist jetzt das Insolvenzverfahren über ein Zivilingenieur-Büro aus der Stadt Salzburg eröffnet worden.

Ursache für die Zahlungsunfähigkeit war nach Informationen des Alpenländischen Kreditorenverbandes der Aufstand des Volkes gegen die Machthaber in Libyen.

Auf Ingenieurgeologie und Bautechnik spezialisiert

Die Firma „Intergeo ZT GmbH“ von Peter Müller und Wolfgang Gebauer war in den vergangenen Jahren auch auf dem internationalen Markt aktiv. Das Unternehmen mit Sitz in Salzburg sowie mit Zweigstellen in Villach und Innsbruck ist spezialisiert auf Ingenieurgeologie und Bautechnik. Es hatte unter anderem Aufträge beim Bau einer neuen Eisenbahnlinie in Libyen.

„Trotz erbrachter Leistungen bisher kein Geld“

Zwar seien die Leistungen dort einwandfrei erbracht worden, doch aufgrund der Wirren während der libyschen Revolution hat das Büro bisher kein Geld von der Regierung erhalten. Es geht dabei um mehr als eine Million Euro.

Insolvenzverfahren bei Gericht beantragt

Die Ziviltechniker musste deshalb mit Schulden von rund 730.000 Euro bei Gericht das Insolvenzverfahren beantragen. Das Unternehmen wird nach Informationen des Alpenländischen Kreditorenverbandes voraussichtlich liquidiert. Von der Insolvenz sind zwölf Mitarbeiter und rund 80 Gläubiger betroffen.

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