Unerwarteter Nachwuchs bei Blaupunkt-Rochen

Haus der Natur/Anthofer
„Bella Blue“ wird jetzt hochgepäppelt
Der Blaupunkt-Rochen kommt in freier Wildbahn in den Korallenriffen des Pazifiks von Japan bis Australien vor. In Gefangenschaft ist er nur sehr aufwändig zu halten. Das Salzburger Haus der Natur hat seit 1999 ein Rochenpärchen in seinem Aquarium.
Völlig unerwartet schwamm am 29. September ein stattlicher kleiner Blaupunkt-Rochen in dem Becken: Rochen sind lebendgebärdend - eigentlich rechnete im Haus der Natur niemand mit dem Nachwuchs. Das Rochenjunge „Bella Blue“ wurde nach dem Rat von Experten von der Mutter getrennt und wird seitdem im Quarantänebecken hochgepäppelt. Wie alle Jungtiere braucht es viel Spezialfutter und Zuwendung. Für die Besucher ist es deshalb noch nicht zu sehen.

Haus der Natur/Anthofer
Rochen-Mutter mit ihrem Baby
Einziges Binnland-Aquarium, dem Nachzucht gelang
Das Salzburger Haus der Natur ist somit das einzige europäische Binnenland-Aquarium, in dem eine Nachzucht der Tiere gelang: Bisher vermehrten sich die gefährdeten Rochen nur in drei europäischen Großaquarien am Meer - in England, Frankreich und Portugal.
Die Mutter des jungen Blaupunkt-Rochens ist etwa einen Meter lang, der Vater ist etwas kleiner. Die Tragzeit bei den Rochen beträgt etwa vier Monate, kann aber auch ein Jahr dauern. Die Blaupunkt-Rochen leben in freier Wildbahn in sandigen Bereichen von Korallenriffen, wo sie sich bis auf die Augen vergraben und nach Muscheln, Schnecken, Krebsen und Würmern jagen. Sie haben Giftstacheln am Schwanz, die sie aber nur zur Verteidigung einsetzen.
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Publiziert am 25.10.2012

