Pelletspreis: AK fordert Untersuchung
Stefan Göweil von der Kundenberatung der Salzburger AK bringt nun auch die Bundeswettbewerbsbehörde als Kontrollinstanz ins Spiel. In einem Einfamilienhaus werden im Jahresverlauf rund sechs Tonnen Pellets verheizt. Diesen Wert hat die Salzburger Konsumentenberatung für eine Marktstudie zum Pelletspreis herangezogen.
Laut Studie bis zu 36 Prozent Preisunterschied
Die Studie zeigt, dass dabei der Preisunterschied zwischem teuersten und günstigstem Händler in Salzburg bei 36 Euro liegt. Das sei ein klarer Beleg dafür, dass es keinen funktionierenden Preiswettbewerb gebe, kritisiert Stefan Göweil von der Konsumentenberatung der Salzburger AK.
„Erhebungen von Kollegen in anderen Bundesländern zeigen, die ein ähnliches Preisgefüge erhoben haben wie wir. Und da wäre meiner Ansicht nach die Bundeswettbewerbsbehörde gefordert, sich diesen Markt einmal genau anzuschauen.“
Pro Pellets-Chef: „Preisabsprachen unmöglich“
Eine Preisabsprache sei unmöglich, versichert hingegen der Geschäftsführer der ProPellets Austria, Christian Rakos. „Die Anbieter versuchen doch, sich gegenseitig jeden Kunden abspenstig zu machen. Und da bleibt jede ökonomische Vernunft auf der Strecke. In Wirklichkeit sind unsere Margen so gering, dass man es schon als ungesund bezeichnen muss.“
AK kündigt weitere Untersuchungen an
Die Salzburger Konsumentenberatung kündigt weitere Untersuchungen an.
Links:
- Immer mehr heizen mit Pellets, Preise stabil(salzburg.ORF.at; 22.5.12)
- Nachholbedarf bei Passivhäusern(salzburg.ORF.at; 29.3.12)
- Haushalte zahlen doppelt soviel für Energie(salzburg.ORF.at; 17.2.12)
Publiziert am 25.10.2012

