Familienvater starb: Drogenlenker muss in Haft

Weil er im vergangenen Dezember einen Unfall verursacht hatte, bei dem ein dreifacher Familienvater starb, muss ein 40-jähriger Drogenlenker jetzt für drei Monate ins Gefängnis. Das entschied am Mittwoch das Salzburger Landesgericht.

Der Bäckerei-Ausfahrer aus Saalfelden (Pinzgau) hatte am 7. Dezember 2011 mit THC im Blut auf der Pinzgauer Bundesstraße (B311) bei St. Veit (Pongau) ein anderes Fahrzeug überholt. Dabei geriet auf der Schneematsch-Fahrbahn mit seinem Klein-Lkw ins Schleudern und rammte das Auto des 43-jährigen Familienvaters frontal. Der Mann erlitt dabei tödliche Kopfverletzungen.

Angeklagter: Haschisch-Kekse untergejubelt

Beim Prozess am Mittwoch bestritt der Angeklagte, Cannabis geraucht zu haben. Jemand habe ihm eineinhalb Wochen vor dem Unfall aber Haschisch-Kekse untergejubelt. Doch diese Aussage hielt der Gerichtsgutachter für nicht glaubwürdig - dann wäre das THC nicht mehr nachweisbar gewesen, sagte er bei dem Prozess.

Der 40-Jährige wurde zu neun Monaten Haft, davon drei Monaten unbedingt hinter Gittern verurteilt. Der Verurteilte nahm er Bedenkzeit - damit ist der Richterspruch noch nicht rechtskräftig.

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