Zu wenig Platz für Nachmittagsbetreuung
Die Arbeit der Lehrer und Freizeitpädagogen werde immer schwieriger, sagt Neubacher - auch Obmann des Vereins Freizeitbetreuung in Salzburg. Dieser Verein organisiert die Betreuung für mittlerweile 2.000 Schüler und beschäftigt 120 Erzieher.
Diese Nachmittagsbetreuer leisten Hilfe bei Hausaufgaben, beim Lernen vor Schularbeiten und für sinnvolle Freizeitbeschäftigung für die Schüler an Nachmittagen.
Vor allem Rückzugsräume fehlen
Doch ganz rund läuft der Betreuung nicht, weiß Neubacher: „Die größten Probleme gibt es mit der Raumnot und der Gruppengröße. Es gibt einige Erfolge, aber wir stehen lange nicht dort, wo wir eigentlich sein sollten.“
Es fehlen vor allem kleinere Rückzugsräume für die Schüler, wie Leseecken, Lernzirkel, Ruheräume. Zwar werden im Schulbauprogramm des Landes ab sofort bei jeder Sanierung, jedem Umbau oder Neubau solche Plätze für die Nachmittagsbetreuung vorgeschrieben.
Experte vermisst Richtlinien
Genaue Richtlinen fehlen jedoch, kritisiert Wolfgang Neubacher; ebenso wie ausreichend Betreuer für die immere größere Zahl von Sonderschülern in der Nachmittagsbetreuung:
„Da ergeben sich oft Schwierigkeiten mit Diabetes, Verhaltensauffälligkeiten, Schülern, die eigentlich Einzelbetreuung brauchen. Das ist für viele Erzieher derzeit nicht zu leisten.“
Immer mehr Sonderschüler
Und das Problem verschärfe sich, sagt Neubacher. Denn die Schulpolitik plant, in Zukunft deutlich mehr Sonderschüler in den normalen Schulklassen zu integrieren als bisher.
Links:
- „Mehr Kinder in Nachmittagsbetreuung“ (salzburg.ORF.at, 27.6.2012)
- Lob für Nachmittagsbetreuung an Gymnasien (salzburg.ORF.at, 17.6.2012)
Publiziert am 22.10.2012

