Ansturm auf Scheckkartenführerscheine

Mitarbeiter im Verkehrsamt der Salzburger Polizei sind im Dauerstress - wegen des Ansturmes auf die neuen Führerscheine im Scheckkartenformat. Viele Bürger sind wegen der Neuregelung verwirrt. Sie ist tatsächlich schwer zu erklären.

Zwar sind die alten Führerscheine in Rosa noch bis 2033 gültig. Dennoch wollen heuer im Vergleich zum Vorjahr doppelt so viele Antragsteller einen neuen Scheckkartenführerschein. Dieser gilt nicht für alle Ewigkeit wie der alte Papierführerschein in Rosa. Er ist auf 15 Jahre begrenzt.

Scheckkarten-Führerschein

Kuratorium für Verkehrssicherheit

Muster des Scheckkartenführerscheins

15 Jahre: Kein Verlust der Erlaubnis

Und das habe bei vielen die größte Verwirrung ausgelöst, sagt Polizeisprecher Michael Rausch. Fälschlicherweise würden viele glauben, dass sie nach 15 Jahren medizinisch überprüft würden oder den Führerschein neu machten müssten. Alles falsch.

15 Jahre Ablaufdatum gilt nämlich nicht für die Fahrerlaubnis selbst, sondern nur für das Dokument selbst. Sinn dieser Neuregelung nach Vorschrift der EU ist es lediglich, die Autolenker auf den Fotos wiederzuerkennen. Und deshalb müssen die Fotos alle 15 Jahre erneuert werden.

Antrag bis Jahresende: 20 Jahre Frist

Wer allerdings den Scheckkartenführerschein noch heuer beantragt, muss ihn erst in 20 Jahren wieder erneuern. Und das trägt zusätzlich zur Verwirrung bei, und zum Ansturm auf die Verkehrsämter in dieses Jahr. Und was sich bei vielen Lenkern auch noch nicht herumgesprochen hat: Der alte Schein in Rosa gilt noch gut 20 Jahre. Voraussetzung ist, dass er nicht komplett abgenutzt und teilweise zerstört ist.

Der neue Scheckkartenführerschein kostet knapp 50 Euro. Wer eine neue Fahrerlaubnis braucht, sollte sie tatsächlich noch bis Jahresende beantragen. Denn dann ist die nächste Gebühr erst in 20 Jahren fällig und nicht schon in 15.