Noch 1,7 Mrd. Derivate in Landesbesitz
Der Leiter der Finanz- und Vermögensverwaltung des Landes, Eduard Paulus, bestätigt das Volumen gegenüber der Austria Presseagentur und erklärt, die 1,7 Milliarden seien ein Nominalbetrag.
Das maximale Risiko („value at risk“) betrage jährlich 80 Millionen Euro, der Marktwert sei aber deutlich positiv. Laut Finanzlandesrat David Brenner (SPÖ) waren die Derivate „selbst auf dem Höhepunkt der Finanzkrise zu keinem Zeitpunkt im Minus“.
Möglich macht diese Geschäfte ein Passus in einem Landtagsbeschluss, wonach das Land Salzburg Maßnahmen zur Reduzierung der Finanzierungslast treffen kann. 2002 war, noch unter ÖVP-Regierung, beschlossen worden, zusätzliche Erträge durch „sehr komplex strukturierte Derivativgeschäfte“ zu erhöhen, wie der Rechnungshof 2009 feststellte.
Publiziert am 19.10.2012

