Gletscherbahnen-Kauf: Kraftakt für Kapruner

Die Gletscherbahnen Kaprun starten in die erste Wintersaison unter neuen Eigentümern. Seit dem Verkauf der Verbund-Anteile sind die Gletscherbahnen zur Gänze in Pinzgauer Hand. Für die Gemeinde und die Betriebe in Kaprun ist das ein finanzieller Kraftakt.

Je höher ihr Umsatz ist, desto mehr müssen die Betriebe in Kaprun in den kommenden Jahren für den Erwerb der Gletscherbahnen-Anteile aufbringen. Besonders trifft das die Spitzenhotels und die großen Unternehmen - eines von ihnen zahlt beispielsweise in den kommenden zehn Jahren 80.000 Euro Tourismusabgabe pro Jahr.

Kitzsteinhorn bei Kaprun

ORF

Gletscherbahnen DER touristische Leitbetrieb

Der Beschluss, diese Abgabe stark zu erhöhen, sei einstimmig gefallen. Das zeige die große Bedeutung der Gletscherbahnen als touristischer Leitbetrieb, sagt Kapruns Bürgermeister Norbert Karlsböck (SPÖ). Allen Beschäftigten in der Gastronomie sei bewusst, dass ihre Existenz von den Bahnen abhänge.

Insgesamt halten die Gemeinde, der Tourismusverband, die Kapruner Lifte und die Tourismusholding jetzt 92 Prozent am Unternehmen. Der genaue Kaufpreis für das Verbund-Aktienpaket ist nicht bekannt, im Vorfeld waren Summen zwischen 16 und 18 Millionen Euro genannt worden.

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