Gute Geschäfte dank Deutschem Buchpreis

Viel zu tun hat dieser Tage der Salzburger Verleger Jochen Jung in Frankfurt auf der Buchmesse. Am Montag wurde ein Werk aus seinem „Jung und Jung“-Verlag mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet und seither laufen die Geschäfte extrem gut.

Verlag Jung und Jung Jochen Buchmesse

ORF

Jochen Jung mit seinem Stand auf der Frankfurter Buchmesse.

Ein Bestseller ist ein Buch, das sich im deutschsprachigen Raum 100.000 Mal verkauft. „Landgericht“ von Ursula Krechel wird rund 150.000 mal über den Ladentisch gehen.

Denn der Roman wurde heuer mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet - ist also laut Jury das „beste deutschsprachige Buch des Jahres“. Das freut die Autorin und das freut Jochen Jung, der mit seinem „Jung und Jung“-Verlag die Rechte an diesem Buch hat.

Gutes Geschäft mit der „Lizenz zum Drucken“

In diesen Tagen verkauft er zum Beispiel an anderssprachige Verlage - nicht das Buch selbst - aber die „Lizenz zum Drucken“.

„Und das Taschenbuch haben wir heute auch schon verkauft - mit einem sehr guten Abschluss und damit sind wir eigentlich mitten im Geschäft“, freut sich Jung. Wie das Geschäftemachen in Frankfurt geht, das weiß Jochen Jung bereits. Vor zwei Jahren ging der Deutsche Buchpreis ebenfalls an ein Buch aus dem vergleichsweise kleinen Salzburger Jung und Jung Verlag.

„Gar nicht so kompliziert, wie es scheint“

Für die großen deutschen Verlage ist das gar nicht so leicht zu verkraften, weil der Buchpreis auch eine Frage der Ehre ist.

„Das ist für den Kleinen genauso leicht oder schwer, wie für den Großen. Auch der Große tut nichts anderes als seinen Drucker anzurufen und zu sagen: ‚Druck so und so viel.‘ Das muss man natürlich vorher mit ihm besprochen haben und muss einen Plan gemacht haben, und das haben wir auch. Also das lässt sich alles bewältigen und ist gar nicht so kompliziert, wie es vielleicht scheint“, ergänzt Jung. Den Erfolg im Griff zu haben, auch eine Fähigkeit, die man als Verleger braucht.

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