Sexueller Missbrauch: Soldat will Job zurück

Ein 52-jähriger entlassener Vizeleutnant des Bundesheeres hat die Republik auf Wiedereinstellung geklagt. Er war entlassen worden, weil er mehrfach Rekruten sexuell missbraucht haben soll - dafür war er in erster Instanz auch verurteilt worden.

Darf ein Mann, der angeblich viermal Rekruten sexuell missbraucht hat, weiter beim Bundesheer arbeiten? Der 52 Jahre alte Vizeleutnant ist davon überzeugt. Trotz seiner Verurteilung zu zwölf Monaten auf Bewährung wegen eines dieser Übergriffe auf einen betrunkenen Rekruten in der Schwarzenberg-Kaserne in Wals-Siezenheim (Flachgau) klagte er die Republik auf Wiedereinstellung. Immerhin habe er noch mehr als zehn Jahre Dienst vor sich - mit einem Bruttogehalt von rund 2.000 Euro monatlich.

Republik will 52-Jährigen nicht im öffentlichen Dienst

Die Republik hingegen will sicherstellen, dass der Mann nie wieder in den öffentlichen Dienst zurückkehrt. Er war vor seiner Entlassung bereits mehrmals intern verwarnt worden.

Ein Urteil im Arbeitsgerichtsprozess ist noch nicht gesprochen. Die Republik glaubt aber, wasserdichte Argumente für die Entlassung zu haben. Der Anwalt des Ex-Bundesheerlers wollte nichts zu diesem Fall sagen.

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