Salzburger ÖVP über Martinz-Urteil bestürzt

Bestürzung und Überraschung herrscht in der Salzburger ÖVP nach dem Urteil gegen den ehemaligen Kärntner ÖVP-Chef Josef Martinz am Montag. Martinz wurde zu fünfeinhalb Jahren Haft wegen Untreue im Zusammenhang mit dem Verkauf der Hypo Alpe Adria-Bank verurteilt.

Josef Martinz wurde am Montag in Klagenfurt im sogenannten „Birnbacher-Prozess“ rund um ein sechs Millionen teures Gutachten zu fünfeinhalb Jahren unbedingter Haft verurteilt.

„Das hat großes Erstaunen ausgelöst“

Die Salzburger ÖVP-Klubobfrau Gerlinde Rogatsch sagt am Dienstag dazu: „Das hat schon großes Erstaunen ausgelöst. Was geht da ab? Natürlich ist die Familie ÖVP davon betroffen, auch wenn wir in Salzburg versuchen unseren eigenen Weg zu gehen. Aber natürlich tut es weh, wenn da solche Fakten auftauchen und es dann zu solch beinharten Urteilen kommt, wie am Montag.“

„Das muss schon zum Nachdenken anregen. Wir kann man so ein System überhaupt aufbauen? Martinz hat ja gesagt, dass er jetzt am Pranger steht - für viele andere möglicherweise. Wie kann man da auch überhaupt mitmachen“, fragt Rogatsch. Martinz hat gegen das Urteil bereits berufen. Auch die Urteile gegen drei Mitangeklagte sind nicht rechtskräftig.

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