Universität wird weiter sparen müssen

Die Uni Salzburg wird wahrscheinlich weiter massiv sparen müssen. Darauf deuten Signale aus dem Wissenschaftsministerium. Zurzeit laufen die Leistungsvereinbarungen für 2013 bis 2015, in denen das Budget aufgeteilt wird und das soll knapper ausfallen als erwartet.

Ab dem Jahr 2013 sollte es eigentlich 300 Millionen Euro zusätzlich jährlich für alle 21 österreichischen Universitäten geben - drei Jahre lang. Das hatte Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle mit der „Universitätsmilliarde“ in Aussicht gestellt. Jetzt ist nur mehr von 100 Millionen jährlich zusätzlich die Rede.

Salzburg würde davon nicht einmal - wie erhofft - vier bis fünf Prozent erhalten, heißt es nach den ersten Verhandlungen. Damit könnten nicht einmal die normalen Teuerungen der letzten Jahre gedeckt werden, befürchtet Rektor Heinrich Schmidinger. Am weiteren massiven Sparmaßnahmen führe also voraussichtlich kein Weg vorbei, so Schmidinger.

„Es wird alle Universitäten treffen“

Die Studierenden sollen davon aber so wenig wie möglich spüren, sagt Schmidinger, der als uniko-Chef auch Sprecher aller österreichischen Universitätsrektoren ist.

„Es wird alle Universitäten treffen. Die Universität Salzburg wird natürlich versuchen keine Auswirkungen auf die Studierenden zuzulassen. Allerdings eine Maßnahme, die wir sicher setzen werden müssen, ist, dass wir bei den Berufungen von neuen Professoren sehr zurückhaltend sind. Das werden wir uns für einige Zeit einfach nicht leisten können. Eine andere Maßnahme ist der Versicht auf größere Investitionen“, sagt Schmidinger.

Am 8. Oktober gibt es Gespräche zwischen dem Wissenschaftsminister und allen 21 österreichischen Rektoren. Die nächste Einzel-Verhandlungsrunde zwischen dem Wissenschaftsministerium und der Universität Salzburg findet am 8. November statt. Das Globalbudget für die Uni Salzburg beträgt jährlich ungefähr 100 Millionen Euro.