Grabstein verletzte Abtenauer Bürgermeister

Sonntagnachmittag wurde Johann Quehenberger, der Bürgermeister von Abtenau (Tennengau), am örtlichen Friedhof durch einen umstürzenden Grabstein am schwer Kopf verletzt. Er befindet sich aber nicht mehr in Lebensgefahr.

Quehenberger war am Sonntagnachmittag nach dem Erntedankfest noch alleine durch den Friedhof gegangen. „Er dürfte sich beim Durchgehen an Grabsteinen angehalten haben“, sagte Gemeindeamtsleiter Blasius Auer. Zwei Grabsteine seien umgefallen, einer davon habe den Bürgermeister getroffen.

Sechs Sanitätern gelang es den Grabstein aufzuheben und den Verletzten zu befreien. Der 61-Jährige Bürgermeister war nach dem Unfall ansprechbar und wurde in das Landeskrankenhaus geflogen.

Abtenauer Bürgermeister Johann Quehenberger

Neumayr

Fremdverschulden derzeit ausgeschlossen

Auch der Chef der örtlichen Polizeiinspektion, Manfred Brauner, geht davon aus, dass sich Quehenberger an dem Grabstein angehalten hat. Weil dieser nachgab, habe er das Gleichgewicht verloren und dürfte mit dem Kopf an die Kante des umkippenden, zwischen 100 und 150 Kilo schweren Grabsteins gestürzt sein, erklärte Brauner. Zeugen des Unfalls gibt es laut Polizei aber nicht. Von einem Fremdverschulden geht man derzeit aber nicht aus.

Für den Friedhof zuständig ist die Pfarre Abtenau. „Wir gehen schon immer wieder durch und schauen, ob alles passt. Aber zu 100 Prozent können wir nicht dafür garantieren“, sagte Pfarrer Bernhard Röck. „Wenn wir merken, dass ein Grabstein locker ist, verständigen wir die Grabbesitzer. Auch die Eigentümer sollen kontrollieren, ob alles in Ordnung ist. Es ist schon ein Unglück, dass gleich zwei Grabsteine locker waren.“

Quehenberger darf bald nach Hause

Die Gemeinde Abtenau ist jedenfalls sehr froh darüber, dass der Bürgermeister nicht lebensgefährlich verletzt worden ist. Quehenberger wurde am Montag am Landeskrankenhaus von der Intensivstation auf die Normalstation der Unfallchirurgie verlegt.

„Ihm geht es gut. Die Brüche wachsen auch ohne Operation zusammen. Er wird weiter beobachtet und kann wahrscheinlich in zwei Tagen wieder nach Hause“, sagte Beate Erfurth, Sprecherin der Salzburger Landeskliniken.