Ramingstein weiter gegen Kraftwerk
Freitagabend haben Bürgermeister und Gemeindevertreter über die neue Situation diskutiert - hinter verschlossenen Türen. Nun wird der Ball zur Landesregierung gespielt.
Dreieinhalb Stunden dauerte Freitag die interne Diskussion im Gemeindeamt. Öffentlichkeit war nicht erwünscht. Die Reaktion auf die abgespeckten Pläne der Salzburg AG für das Murtalkraftwerk sind ein zu heikles Thema.

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Mur bei Ramingstein
Um 23 Uhr teilte schließlich Bürgermeister Franz Winkler (SPÖ) mit, die Gemeindevertretung sei weiterhin klar gegen die Kraftwerkspläne: „Wir werden dazu eine Anfrage an die Landesregierung stellen, was diese tun will, wenn die kommende Umweltverträglichkeitsprüfung für die Pläne positiv ausgeht.“
Fällt diese Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) positiv aus, muss die Salzburger Landespolitik zwischen finanziellem Nutzen und dem politischen Gewicht des Widerstands der Bevölkerung entscheiden. In Ramingstein signalisiert man, dass man weiterhin gegen das Ausleitungskraftwerk in der Mur und für einen natürlichen Verlauf des Flusses ist.
Winkler verweist auf die vielen Gegner des Projektes in der Bevölkerung: „Wir werden natürlich schauen, dass in deren Sinn entschieden wird.“
Gemeinde will Entschädigungen einfordern
Sollte sich die Landesregierung trotz des Widerstandes der Bevölkerung für den Bau des Murkraftwerks entscheiden, will man in Ramingstein - am Ostrand des wirtschaftlich strukturschwachen Lungaues - zumindest nach Entschädigungen fischen. Der Bürgermeister will dabei noch keine Details öffentlich nennen: „Es wird aber sicher auch in Richtung Finanzielles gehen.“
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Eine nächste Diskussion über das Kraftwerksprojekt steht am 31. Oktober in der benachbarten Bezirksmetropole Tamsweg an - in Form einer Bürgerversammlung. Diese ist öffentlich.
Links:
- „Erinnerungslücken“ bei Ex-Umweltanwalt (salzburg.ORF.at; 28.09.2012)
- Kleineres Murkraftwerk: Gegner bleiben hart (salzburg.ORF.at; 27.09.2012)
Publiziert am 29.09.2012

