Ennspongau: Große Nachfrage zur Ski-WM
Im Schladminger Nachbarort Ramsau am Dachstein sind die Zimmerpreise zum Zeitpunkt der Ski-WM zum Teil extrem hoch: Für ein Doppelzimmer in einer Drei-Sterne-Pension werden beispielsweise während der Weltmeisterschaft zum Beispiel 250 Euro pro Nacht verlangt. Vereinbart sei aber eine Preiserhöhung von maximal zehn Prozent zur WM, sagt der Tourismusverband Ramsau.
Preise auch während der WM fix
Solche Preisexplosionen werde es im Ennspongau sicherlich nicht geben, versichert Gerhard Wolfsteiner, Geschäftsführer der Salzburger Sportwelt: „Es ist zwar absolute Hochsaison, aber es ist mit keiner Preisexplosion hier zu rechnen. Unsere Preise sind um etwa drei Prozent gestiegen gegenüber dem Vorjahr - das sind die üblichen Inflationsraten, die angepasst wurden.“ Diese Preise seien auch während der WM in Schladming fix, garantieren die Touristiker.
Eine Unterkunft nur für zwei oder drei Tage während der WM in Schladming im Ennspongau zu bekommen, werde zwar auf jeden Fall schwierig, sagt Wolfsteiner. Aber: die Region verfüge auf jeden Fall auch im Februar noch über freie Kapazitäten: „Ich denke, wir haben genügend Kapazitäten. Wir haben etwa 35.000 Gästebetten zur Verfügung und wir haben in diesen Wochen immer Belegung zwischen 80 und 95 Prozent - also schon noch Luft nach oben.“
Radstadt will keine Stammgäste verlieren
Wer nur für zwei oder drei Tage eine Unterkunft braucht, wird es in Radstadt äußerst schwer haben, sagt Otto Fritsch vom Tourismusverband: „Gerade zur Zeit der Ski-WM sind ja sehr viele Ferien - in der ersten Woche Wien und Niederösterreich, in der zweiten Woche zum Beispiel die Faschingsferien in Bayern. Für kurztägige Buchung für drei, vier Tage wird’s ein bisschen schwierig.“
Außerdem wolle man treue Stammgäste auf keinen Fall verlieren, ergänzt Fritsch: „Natürlich hat der Stammgast sein Recht - den wollen wir nicht vergraulen. Dann können wir auch auf die WM nicht unbedingt Rücksicht nehmen.“
Publiziert am 28.09.2012

