Felssturz: Glasenbachklamm länger gesperrt
Ein sieben Tonnen schwerer Felsblock, viel Schlamm und Wurzelstöcke blockieren den normalerweise vielbegangenen Wanderweg in Elsbethen, der auch bei Bergläufern für Trainingszwecke beliebt ist.
Landesgeologe Rainer Braunstingl sehen die Situation nach wie vor bedrohlich: Aufräumungsarbeiten wären zu gefährlich - die labile Wand der Klamm ist weiter in Bewegung - und das sieben Tage nach dem ersten Felssturz.

Gemeinde Elsbethen
„Baggerfahrer fast erschlagen“
„Mittwoch vergangener Woche ist anlässlich eines Stark-Niederschlages diese Rutschung plötzlich ausgebrochen“, sagt Landesgeologe Rainer Braustingl. „Und da ist ein großer Block abgestürzt. Der hätte fast einen Baggerfahrer erschlagen, der hier tätig war. Wir haben selber gesehen, dass Steine tagelang nachfallen. Wir sind selber einmal aus der Gefahrenstelle gelaufen, weil kopfgroße Steine bis über den Weg geflogen sind.“
Klamm kostet Gemeinde tausende Euro pro Jahr
Kleinere Felsstürze sind in den teils überhängenden Wänden aus Konglomerat und Mergel keine Seltenheit, daher wird die Klamm alljährlich inspiziert und gesäubert.
Einen derart großen Felssturz gab es aber seit zehn Jahren nicht mehr, sagt Bürgermeister Franz Tiefenbacher (ÖVP): „Die Gemeinde Elsbethen gibt zur Erhaltung dieses Weges jährlich zigtausend Euro aus. Es wird jedes Jahr ein gewisser Betrag budgetiert, aber wir wissen nicht, was auf uns zukommt. Wir wissen immer erst am Ende des Jahres, was uns die Glasenbachklamm gekostet hat.“
Warten, bis sich Fels stabilisiert
Wann mit den Aufräumungs- und Sicherungsarbeiten begonnen werden kann, ist noch nicht absehbar, betont der Geologe: „Wir haben schon zwei Versuche gestartet, wir haben den Weg immer wieder freigeschaufelt in trockenen Zeiten. Dann hat’s wieder geregnet und wir haben gesehen, dass die Steine doch immer wieder durch die Luft fliegen. Wir müssen jetzt warten, bis der obere Anbruch so stabil ist, dass man ohne Gefahr für die Mannschaft hier die gesamte Gefahrenstelle von oben nach unten ausräumen kann.“

ORF
Gesperrter Weg in die Glasenbachklamm
Mindestens zwei Wochen gesperrt
Alle Klamm-Wanderer und Sportler sollten sich auf mindestens zwei Wochen Sperre einstellen.
Publiziert am 27.09.2012

