Salzburger überlebt Riesen-Lawine im Himalaya

Ein 51-Jähriger aus Dorfgastein (Pongau) hat einen verheerenden Lawinenabgang auf dem Manaslu im nepalesischen Himalaya überlebt. Der Mann war Expeditionsleiter. Bei der Lawine gab es mindestens zwölf Tote, fünf Bergsteiger werden noch vermisst.

Die Lawine hatte auf dem 8.163 Meter hohen Mount Manaslu mindestens zwölf Bergsteiger in den Tod gerissen - darunter Alpinisten aus Deutschland, Spanien und Nepal. Die Opfer wurden nach Angaben des deutschen Expeditionsveranstalters Amical alpin im Schlaf von den Schneemassen überrascht.

Die Gruppe mit den sechs Sherpas sei Sonntagfrüh im Lager gewesen und von den Schneemassen zum Teil bis zu 300 Höhenmeter weit mitgerissen worden, teilte das deutschen Expeditionsunternehmen mit. Das Camp befand sich auf etwa 7.000 Meter Höhe.

Lawine auf dem Manaslu im Himalaya

APA/EPA/Simrik Air

Überlebender soll rasch ausgeflogen werden

Der 51-jährige Dorfgasteiner Robert Hochreiter überlebte den verheerenden Lawinenabgang unverletzt. Dem Mann, der auch ein staatlich geprüfter Berg- und Skiführer ist, gehe es den Umständen entsprechend gut, sagte der Sprecher von Amical alpin. Er soll so bald wie möglich ausgeflogen werden. „Er ist ein erfahrener Extrembergsteiger“, sagte der Präsident des Salzburger Bergsportführerverbandes, Günter Karnutsch.

Lawine auf dem Manaslu im Himalaya

APA/EPA/Simrik Air

Verletzte wurden ausgeflogen

Schlechtes Wetter behinderte am Sonntag den Rettungseinsatz. Fünf weitere Alpinisten wurden am Montag noch vermisst. Elf Leichen seien geborgen worden, sagte der Präsident der Nepalesischen Bergsteigervereinigung, Zimba Jangbu Sherpa, am Montag. Ein weiterer Bergsteiger starb später im Spital. Die Suche nach den Vermissten kann noch Tage dauern.

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