Haslauer warnt vor Aufsplitterung der ÖVP

Beim Landesparteikongress der Salzburger ÖVP hat der wiedergewählte Parteichef Wilfried Haslauer eindringlich vor einem schwarzen Salzburger Sonderweg nach dem Vorbild der bayerischen CSU gewarnt.

Angesichts zahlreicher Skandale und Affären, die die Bundes-ÖVP berührten, will sich die Salzburger ÖVP zwar stärker von Wien abgenzen. Ein Sonderweg nach Vorbild der bayerischen CSU wäre aber gefährlich, sagte Haslauer.

„Sind in Sachen Transparenz weiter als Bundes-ÖVP“

Der Salzburger Weg stehe für bürgerliche Werte und Bürgernähe, hieß es beim 37. Landesparteikongress der in St.Johann (Pongau). Die bündische Struktur wurde in Frage gestellt und in Sachen Transparenz und Sauberkeit sei man in Salzburg viel weiter als in der Bundespartei - ganz ohne Ehrenkodex, betonte der alte und neue Landesparteiobmann Wilfried Haslauer. Die Abgrenzung gegen Wien dürfe aber nicht zu weit gehen, warnte Haslauer.

„Nicht das Schicksal der DC in Italien erleiden“

„Es gibt nicht wenige, die mit dem Gedanken spielen, den Weg zu gehen, den die bayerische CSU gegangen ist und sagen: Spalten wir uns mit einer eigenen Salzburg-Partei von der ÖVP ab. Andere Bundesländer würden diesem Beispiel dann folgen, danach dann manche Bünde. Und so schnell könnte man gar nicht schauen, und die Volkspartei würde das Schicksal der italienischen Democratia Christiana erleiden.“

DC in mehrere Kleinparteien zerbrochen

Die einstige christlich-demokratische Schwesterpartei in Italien war nach zahlreichen Korruptionsskandalen um illegale Parteienfinanzierung in mehrere Kleinparteien zerbrochen.

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