Weniger Papierkrieg um Geburt, Hochzeit, Tod
Jede Geburt, jede Hochzeit und jeder Sterbefall wird dort in der Computer-Datenbank eingetragen - und kann dann von jedem berechtigten Amt auch digital abgerufen werden. Die Bürger sparen sich so die Mühe, Original-Urkunden von Amt A zu Amt B zu tragen.
Nach der Geburt folgt gleich ein Papierkrieg
Nach einer Geburt haben die frischgebackenen Eltern gleich Papierkrieg zu bewältigen: Bei vier Stellen muss das Neugeborene anmeldet werden - und jedes Mal muss man die Original-Geburtsurkunde vorzeigen. Bei Trauung und Sterbefällen ist es sogar noch komplizierter: Hier sind es knapp zehn Ämter und Institutionen, bei denen man mit den Urkunden vorstellig werden muss.
Ein Register für alle Behörden
Das ist mühsam - und zwar sowohl für die Bürger als auch für die Verwaltung. Deshalb soll im April das zentrale Personenstandsregister starten, in dem alle Geburten, Hochzeiten und Todesfälle eingetragen werden. Alle berechtigten Stellen können dort bequem per Computer nachschauen - und brauchen keine Original-Urkunden mehr als Beleg, sagt Gerhard Kendlbacher, Vertreter aller Salzburger Standesbeamten. „Bisher hat man bei Ämtern eine Unzahl von Urkunden mit haben müssen. Das fällt künftig weg, weil auch jede Behörde Zugriff auf dieses Personenstandsregister hat. Die betreffende Person muss sich dann vor dem Amt nur noch einmal mit Lichtbildausweis ausweisen.“
1,5 Millionen Verständigungsschreiben eingespart
Ein weiterer Vorteil: Wer sich zum Beispiel seine Geburtsurkunde neu ausstellen lassen muss, muss nicht mehr in seinen Geburtsort, sondern kann das bei jedem Standesamt in Österreich erledigen lassen. Für die Verwaltung bedeutet das neue System eine deutliche Einsparung. Durch die Automatisierung werden zum Beispiel rund 1,5 Millionen Verständigungsschreiben pro Jahr unnötig.
Publiziert am 23.09.2012

