E10-Sprit macht Rinder-Kraftfutter teurer

Die zunehmende Beimengung von Ethanol zum Benzin habe das Rinder-Kraftfutter schon in letzten Jahren teurer gemacht. Deshalb ist der Salzburger SPÖ-Bundesrat und Bauernvertreter Robert Zehentner froh, dass E10-Benzin vorerst nicht kommt.

Der Agrarexperte der SPÖ erwartet, dass eine zehnprozentige Anreicherung des Benzins mit Ethanol angesichts der Bedenken in Brüssel auf Dauer vom Tisch ist. Derzeit wird Benzin ja mit fünf Prozent Ethanol angereichert.

Preis um rund ein Drittel gestiegen

Einer Einführung des Biotreibstoffs E10 habe die SPÖ auch aus einem Grund nicht zugestimmt, sagt Zehentner: „Das ist das Kraftfutter - das ist ein Getreide, das eine mindere Qualität im Vergleich zum Brot-Getreide. Das ist sehr wohl die Konkurrenz durch die Versprittung. Und das spüren die Rinderbauern sehr deutlich, dass die Kraftfutterpreise in den letzten Jahren massiv angezogen haben. Der Kraftfutter-Zukauf ist über 50 Prozent der variablen Kosten in der Milchviehhaltung. Es ist ein ganz entscheidender Punkt, dass das Kraftfutter erschwinglich bleibt.“

Allein in den vergangenen zwei bis drei Jahren ist der Preis für Kraftfutter in Österreich um rund ein Drittel gestiegen.

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