Falschaussage? Walter Mayers Frau vor Gericht

Der Dopingfall um Ex-Langlauftrainer Walter Mayer ist noch immer nicht ausgestanden. Am Mittwoch stand Mayers Ehefrau Gerlinde vor Gericht, weil sie vor Dopingjägern falsch ausgesagt haben soll. Der Prozess wurde vertagt.

Vor drei Jahren war die Sonderkommission Doping im Pongau, in der Heimat Walter Mayers. Die Dopingjäger befragten die Ehefrau des Skandaltrainers. Die behauptete damals, 2005 Blutbeutel geliefert zu haben, zur Tour de France. Empfänger: der Tiroler Radprofi Georg Totschnig, der bei dieser Tour eine Bergetappe gewann - der erste Sieg eines Österreichers seit 1931.

Doch die von Walter Mayer getrennt lebende Gerlinde Mayer soll gelogen und nichts geliefert haben.

Unter Druck der Soko Doping?

Warum dann diese Behauptung? Im Prozess gegen Totschnig sagte sie, dass sie unter Druck der Soko Doping gestanden sei. Sie habe „irgendetwas“ gesagt, um Ruhe zu haben. Doch ein Körnchen Wahrheit witterte damals eine Staatsanwältin: zu mauern und Aussagen zu widerrufen habe in der Dopingszene System.

Georg Totschnig, der stets bestritten hatte, von Mayers Ehefrau beliefert worden zu sein, wurde vor Gericht reingewaschen. Walter Mayer hingegen bekam 15 Monate teilbedingt wegen Verstößen gegen das Anti-Doping- und Arzneimittelgesetz. Die Strafdrohung für seine Frau im Falle einer Verurteilung wegen falscher Zeugenaussage beträgt bis zu drei Jahre Haft. Am Mittwoch wurde der Prozess vertagt.

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