Matthias Walkner fährt um Motocross-WM

Vor 27 Jahren konnte mit Heinz Kinigadner zuletzt ein Österreicher einen WM-Titel im Motocross holen konnte. Jetzt könnte das wieder gelingen: Matthias Walkner aus Kuchl (Tennengau) führt vor den letzten Rennen am Wochenende in der MX3-Klasse.

Matthias Walkner, Motocross-WM

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Matthias Walkner peilt die WM an

Am Sonntag bestritt Matthias Walkner noch zwei Läufe der internationalen ADAC Masters Serie in der Nähe von Stuttgart - am Montag saß er schon wieder auf seiner Maschine. In der Motocross Arena in Stegenwald (Pongau) arbeitete er gemeinsam mit seinem Trainer Ferdinand Hirscher, dem Vater von Ski-Weltcupsieger Marcel Hirscher, am Feinschliff für das Finale in der Weltmeisterschaft.

Trainer Hirscher brachte bisher viel

Die Früchte der gemeinsamen Arbeit sind in dieser Saison deutlich zu erkennen - Matthias Walkner verbesserte sich durch die Zusammenarbeit mit Hirscher gerade in der Startphase der Rennen: „Er macht es mit einer gewissen Lockerheit, aber er bringt es immer auf den Punkt“, lobt Walkner seinen Trainer. „Er macht es mir halt so verständlich, dass ich weiß, worum es geht. Das ist die Kunst eines guten Trainers, dass er dir das so erklärt, dass es der Athlet versteht. Das bringt er gut herüber.“

Matthias Walkner mit Trainer Ferdinand Hirscher

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Ferdinand Hirscher und Matthias Walkner arbeiten am Feinschliff

Nicht nur beim Start klappt es jetzt deutlich besser - auch in der Sprung- und Kurventechnik sind die Entwicklungsschritte deutlich erkennbar. Früher brauchte der Salzburger einige Runden, um seinen Rhythmus zu finden. Jetzt geht er deutlich fokussierter an die Aufgaben heran: „Matthias bemüht sich sehr. Es gibt gewisse Automatisierungen in der Kurventechnik - und so was wieder wegzubringen, ist nicht so leicht. Aber wir sind auf dem richtigen Weg“, sagt Trainer Hirscher.

„Sportlich der wichtigste Tag in meinem Leben“

Am Ende des zweiten Jahrs der Zusammenarbeit zwischen Walkner und Hirscher könnte schon der Weltmeistertitel stehen. Matthias Walkner ist gespannt: „Es ist sicher sportlich gesehen der wichtigste Tag in meinem Leben - denn um den Weltmeistertitel habe ich noch nie fahren können. Aber eine Taktik habe ich mir nicht zurecht gelegt - denn es es gibt beim letzten Rennen auch nicht weniger Punkte zu holen wie beim ersten.“

Matthias Walkner, Motocross-WM

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Der WM-Titel wäre für Matthias Walkner in erster Linie eine Genugtuung - dass sich alle Mühen lohnten.