Bauernhöfe: Warnung vor Einschleichdieben

Mit ungewöhnlich vielen Einschleichdiebstählen muss sich die Polizei im grenznahen Oberbayern befassen. Die Diebe suchen vor allem abgelegene Bauernhäuser heim und haben es auf Schmuck und Bargeld abgesehen.

In vielen Fällen schlugen die Täter sogar am helllichten Tag zu. Die Tatorte reichen vom Berchtesgadener Land und die direkte Nähe zur Landesgrenze von Salzburg über den gesamten Süden Bayerns. Die Berichte über die Diebstähle ähneln sich.

Unbekannte betreten abgelegene Bauernhäuser durch unversperrte Nebentüren, durchsuchen Wohnräume und lassen aus Schubladen und Komoden Bargeld und Schmuck mitgehen.

Enorme Dreistigkeit - auch tagsüber

Eine betroffene Bäuerin im Berchtesgadener Land war beim Arbeiten draußen und sah den Täter noch zu, als diese ihr Haus verließen, dachte dabei aber vorerst an nichts Böses. Erst später bemerkte die Frau den Diebstahl. Die Diebe dürften aus Süd- oder Osteuropa kommen, seien jedoch schwer zu fassen, so die Ermittler. Ein Drittel der Diebstähle geschieht tagsüber, sogar während Menschen auf dem Hof arbeiten, warnt die Polizei.

Tipps der Polizei

Die Ermittler raten, unbedingt sämtliche Türen ständig im Blick zu haben oder zu versperren. Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge rund um seinen Bauernhof entdeckt, soll außerdem nicht zögern, via Notruf sofort die Polizei zu informieren, heißt es aus dem oberbayerischen Polizeipräsidium.