Land will Wohnungen für Asylwerber

Das Land Salzburg will Asylwerber künftig verstärkt in Privatwohnungen statt in Flüchtlings-Quartieren untergebracht werden, sagt Landesrätin Tina Widmann (ÖVP). Geld dafür gibt es derzeit nicht genug. Widmann pocht deshalb auf Zusagen des Bundes.

Salzburg arbeite mit Hochdruck daran, neue Quartiere für Asylwerber zu schaffen, sagt die Landesrätin. Das Innenministerium hatte ja erst vor wenigen Tagen kritisiert, dass Salzburg zu wenige Asylwerber aufnimmt - mehr dazu in Salzburg erfüllt Asyl-Quote nicht (salzburg.ORF.at, 12.9.2012).

Noch heuer müssten in Salzburg Unterbringungsmöglichkeiten für 90 Asylwerber gefunden werden, sagt Widmann: „Wir möchten schauen, dass wir im privaten Vermietungsbereich mehrere Wohnungen finden können. Denn gerade was die Sozialverträglichkeit auch in den Gemeinden anbelangt, ist das privat Wohnen wesentlich besser. Man kann auch viel flexibler agieren - und es ist auch im Gesamtsystem kostengünstiger.“

Mit derzeitigen Mitteln nicht umsetzbar

Voraussetzung für die Unterbringung in Wohnungen sei allerdings, dass die bereits zugesagten finanziellen Anreize vom Bund endlich umgesetzt werden, ergänzt die Landesrätin. Denn bei den bestehenden Kostensätzen sei es für Privatvermieter in Salzburg absolut nicht reizvoll, eine Wohnung für Asylwerber zur Verfügung zu stellen.