Mehr Deutschkurse für Zuwandererkinder
Auf den Andrang reagiert die Stadt Salzburg - und startet zusätzliche Angebote, um den Kindern auch in der Nachmittagsbetreuung die deutsche Sprache näher zu bringen.
5.084 Volksschülerinnen und Volksschüler gibt es heuer in der Stadt Salzburg - und 2.416 davon haben nicht Deutsch als Muttersprache. Für fast alle dieser Schüler haben die Volksschulen schon jetzt Förderbedarf angemeldet - wenn zum Teil auch vorsorglich, ist Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) überzeugt.
Bürgermeister will nicht zusehen
Er will angesichts der Verhältnisse aber nicht untätig bleiben: „Ich sage bei jeder Gelegenheit, bitte lernt Deutsch, weil das ist der Zugang zu allem. Zum Leben schlechthin.“
Deswegen gibt es auch während der Nachmittagsbetreuung an den städtischen Volks- und Hauptschulen nun Nachhilfe in Deutsch.
Und zwar nicht als klassischen Unterricht sondern spielerisch, sagt Wolfgang Neubacher, der die Nachmittagsbetreuung organisiert: „Wir haben da viele Projekte, auch Zusammenarbeit mit Literaturhaus und Stadtbibliothek. Dazu kommen zahlreiche Medienprojekte.“
In langen Ferien wird vieles verlernt
Auch die Salzburger Volkshochschule hat ein neues Angebot für Kinder mit Deutsch-Defiziten, sagt deren Managerin Nicole Slupetzky: „Oft fahren Familien in ihre ursprünglichen Heimatländer zurück, verbringen dort viele Wochen, und die Kinder verlernen sehr viel an Deutschkenntnissen. Speziell in den ersten Wochen nach Schulbeginn bieten wir deshalb solche Kurse verstärkt an.“
Freiwillige für Lesebetreuung gesucht
Und auch die Lesepaten des Landesschulrats werden verstärkt eingesetzt. 43 neue Paten werden gerade ausgebildet. Sie bekommen jeweils einen Volksschüler zugeteilt, mit dem oder der sie ein- bis zwei Mal pro Woche gemeinsam lesen. Weitere Freiwillige seien sehr willkommen, heißt es beim Landesschulrat.
Publiziert am 13.09.2012

