Radfahrerin genötigt? Prozess vertagt
Die Radfahrerin hatte gegenüber der Polizei angegeben an einer Kreuzung im Stadtteil Elisabthvorstadt angehalten zu haben. Dort soll sie dann der Autofahrer mit der Stoßstange seinen Wagens einen Meter nach vorne geschoben haben, um abbiegen zu können. So steht es in der Anklage.
Die Frau ließ sich dies nicht gefallen, eine Anzeige und jetzt eine Anklage wegen Nötigung folgten - darauf steht immerhin bis zu ein Jahr Gefängnis. Der Taxilenker bestritt die Tat am Dienstag vor Gericht. Er habe die Frau nur angehupt, weil sie plötzlich mitten auf der Straße stehengeblieben sei und seinen Weg blockiert habe. Die Radfahrerin erschien nicht zum Prozess. Für den nächsten Prozesstermin soll sie nochmals vorgeladen werden.
Immer wieder polizeianhängige Konflikte
Konflikte zwischen zwei- und vierrädrigen Verkehrsteilnehmern kommen täglich vor: der jüngste polizeianhängige Streit wird aus Berchtesgaden (Bayern) gemeldet. Dort war ein Rennradfahrer aus Österreich zuerst von einer Einheimischen versehentlich abgedrängt worden. Der Sportler war derart erzürnt, dass er mit in die Höhe gehobenem Rad auf den Beifahrer einschlug, der ausgestiegen war.
Nach diesem Radler wird gesucht, er hatte schulterlanges weißes Haar, das er - wie die Polizei schreibt - offen und ohne Helm zur Schau trug.
Link:
- Polizei kritisiert disziplinlose Radfahrer (salzburg.ORF.at; 2.8.2012)
Publiziert am 11.09.2012

