Immer öfter Polizeikennzeichen gestohlen

Die Polizei hat immer öfter mit Kennzeichendieben zu tun, die die Nummerntafeln der Funkstreifenfahrzeuge abmontieren. Es seien vor allem Mutproben von Jugendlichen, heißt es bei der Exekutive.

Der Ablauf ist immer der gleiche: Die Polizistinnen und Polizisten sind bei Einsätzen beschäftigt, müssen bei Unfällen, Ruhestörungen oder Raufereien einschreiten. Die Funkstreifenfahrzeuge bleiben dabei unbeobachtet. Das ist offensichtlich die passende Gelegenheit, Kennzeichentafeln unbemerkt abzumontieren - so wie kürzlich in Lochen (OÖ) bei einer Schlägerei: „Übermütige Jugendliche, die meistens alkoholisiert sind, suchen sich dadurch einen zusätzlichen Kick“, sagt Heide Klopf, Polizeisprecherin in Linz.

Auch das Kennzeichen der Funkstreife der Polizeiinspektion Friedburg (OÖ) bleibt verschollen - wahrscheinlich ist es ein Souvenir: „Es ist auch äußerst selten, dass diese Kennzeichen später wieder auftauchen“, weiß Klopf.

Kennzeichen eines Polizeiautos

FMT Pictures

Reuiger Dieb in Henndorf ein Einzelfall

Mehr Glück hatte die Besatzung der Sektorstreife Eugendorf 1 (Flachgau): Ein reuiger unbekannter Jugendlicher brachte die Polizeinummerntafel zurück und legte sie auf das Dach des Funkstreifenautos bei einem nächtlichen Einsatz in Henndorf. In der Stadt Salzburg werden Nummerntafeln bei Polizeifahrzeugen bestimmter Wachzimmer wieder angeschraubt, um das Entwenden zu verhindern.

Ein Autokennzeichen ist ein Dokument. Abmontieren gilt als Urkundenunterdrückung und wird mit bis zu einem Jahr Haft bestraft, eine Geldbuße ist dafür nicht vorgesehen.