Landesdienst: Frauen in der Mehrheit

In der Salzburger Landesverwaltung stellen die Frauen mittlerweile mehr als die Hälfte der Mitarbeiter. Sie haben in den vergangenen Jahren stark aufgeholt - auch wenn sie bei den Führungsposten noch deutlich in der Minderheit sind.

Gut 2.800 Mitarbeiter zählt die Salzburger Landesverwaltung derzeit - neben dem Amt der Landesregierung sind das noch die Bezirkshauptmannschaften und zum Beispiel die landeseigenen Museen oder die Burgen- und Schlösserverwaltung.

„Seit fünf Jahren hat sich der Frauenanteil deutlich gesteigert. Mittlerweile bilden sie die Mehrheit im Landesdienst“, sagt Landesstatistiker Gernot Filipp. „Diese Steigerungen betreffen alle Bereiche - es wurden sowohl bei den Beamten als auch bei den Vertragsbediensteten mehr Frauen als Männer eingestellt. Sie holen auch auf in den verschiedenen Qualifikationsgruppen: Bei den Maturanten sind sie mittlerweile in der Mehrheit. Auch die Akademikerinnen haben zugelegt - hier gibt es allerdings noch eine Dominanz der Männer.“

30 Prozent der Führungsposten an Frauen

2005 seien Frauen in Führungspositionen noch die Ausnahme gewesen. „Mittlerweile haben sie - über das Land gesehen - die 30-Prozent-Marke erreicht. Bei den Top-Führungspositionen liegen sie noch bei 20 Prozent. Aber sie sind auch hier im Aufholprozess“, sagt der Statistiker.

Weitere Verbesserungsmöglichkeiten gebe es zwar auch beim Land noch. Insgesamt könne dieses in Sachen Chancengleichheit für Frauen aber als Vorbild für Privatunternehmen gelten, betont Landesstatistiker Gernot Filipp.