Jantscher nach Russland: Bullenfrust?

APA
Jantscher wechselt nach Russland und freut sich, weil er dort auf dem Spielfeld willkommen ist
Mit Jantscher verliert Salzburg nicht nur Österreichs „Fußballer des Jahres“ und den Torschützenkönig der abgelaufenen Saison. Die Bullen verlieren auch einen ihrer letzten verbliebenen Publikumslieblinge. Der 23-Jährige war unter Ricardo Moniz noch Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Salzburger. Dann schien es für Beobachter, als warte ein Abstellgleis auf den Sportler.
Ließ man ihn bewusst „hängen“?
Unter dem neuen Trainer der Bullen, Roger Schmidt, war Jantscher bei sieben Runden bisher nur fünf Mal von Beginn an dabei und wurde dabei gleich vier Mal vorzeitig ausgewechselt. Das können viele Fans einfach nicht verstehen - und der Spieler selbst aucht nicht.
Der Transfer nach Moskau ist auch eine Folge des angespannten Verhältnisses zum neuen Trainer. Aus dem Munde von Jantscher klingt die Lage so: „Das Thema Dynamo Moskau gibt es schon seit einem Jahr bei mir. Die haben mich schon länger beobachtet, es gab mehrere Anfragen. Und jetzt hat es endlich geklappt. Der Trainer hat betont, er möchte mich gerne haben im Team. Das ist natürlich für mich auch wichtig, wenn jemand so etwas sagt.“
Bitterer Nachgeschmack für Fans
Ob sich Jantschers Transfer für Salzburg finanziell lohnt, das bleibt noch abzuwarten. Emotional und menschlich - vor allem was die Fans betrifft - ist der Abgang des 23-jährigen auf jeden Fall ein Verlust. Jakob Jantscher ist derzeit beim österreichischen Nationalteam. Ohne die Teamspieler absolvierte Red Bull Salzburg am Donnerstag ein Testspiel in Regensburg. Es endete 0:0.
Eine Analyse von Franz Grießner, ORF Salzburg Sport
Link:
- Jakob Jantscher wechselt zu Dynamo Moskau (salzburg.ORF.at; 06.09.2012)
- Red Bull: Totalschaden gegen Fußballzwerg (salzburg.ORF.at; 24.07.2012)
- Moniz: „Habe bei Red Bull nur Streit gehabt“ (salzburg.ORF.at; 19.06.2012)
Publiziert am 07.09.2012

