Prozess gegen Ex-Hotelchefin vertagt

Erneut vertagt wurde am Dienstag der Prozess gegen die Ex-Hotelchfin von Schloss Mönchstein. Ihr wird vorgeworfen, mit schuld am damaligen Konkurs des Nobelhotels zu sein. Ende September soll ein letzter Zeuge befragt werden.

Es gehört zu den Luxushotels von Salzburg: Das Schloss Mönchstein auf dem Mönchsberg. Allerdings ist die Millionenpleite vor acht Jahren ein Kriminalfall. Die ehemalige Hotelchefin steht am Dienstag vor Gericht. Sie soll mitschuld sein an diesem Konkurs, wegen zu viel Personal und fehlender Finanzplanung - dies bei Zimmerpreisen von 350 Euro pro Tag aufwärts.

Blick auf Kapuzinerberg und Andräviertel

Hoch auf dem Mönchsberg, mit Blick auf Kapunzinerberg und Andräviertel thront Hotel Schloss Mönchstein. Ein gutgehendes Fünf-Sterne-Plus Haus, heute im Besitz eines deutschen Industriellen mit Zimmerpreisen ab 350 Euro pro Tag. Vor acht Jahren allerdings war der Jammer groß. Damals legte das Luxushotel eine Millionenpleite 14 Millionen Euro Schulden hin. Hauptgeldgeber war die Salzburger Sparkasse.

Vorwurf der fahrlässigen Krida

Angeklagt wegen fahrlässiger Krida ist die ehemalige Hotelchefin Anna Gabrielli-Schwarz. Die Frau sieht sich unschuldig. Auslöser der Zahlungsunfähigkeit seien die Banken selbst gewesen, sagte sie beim Prozessauftakt vor knapp einem Jahr. Allerdings hatte Schloss Mönchstein viel Personal. Die Hälfte der Monatseinnahmen ging für Gehälter drauf - viel zu viel, sagte der Gerichtssachverständige. Gabrielli-Schwarz hätte das Haus seiner Ansicht nach zusperren müssen.

Angeklagte: „Bin an der Pleite nicht schuld“

Es war tatsächlich ein Leben von der Hand in den Mund, bestätigte die Ex-Hotelchefin. Doch ihre Schuld sei diese Millionenpleite trotzdem nicht. Ende September soll nun ein letzter Zeuge befragt werden, dann soll das Urteil folgen.