Parkgebühren: Handysystem ein Flop?

Parkgebühren in der Salzburger Kurzparkzone mit dem Handy zu bezahlen, war von Anfang an sehr unbeliebt. Nun hat die erste Betreiberfirma aufgegeben und ihren Betrieb eingestellt: Es sei unmöglich, ein kostendeckendes Geschäftsmodell zu entwickeln.

ÖVP-Vizebürgermeister Harald Preuner zeigt sich verwundert: In anderen österreichischen Städten komme das „Handy-Parken“ durchaus gut an.

Noch Zusatz bei ohnehin hohen Gebühren?

Die Idee, den Parkschein für die Kurzparkzone per Handy zu bezahlen, klingt verlockend. Die praktische Umsetzung schreckt die meisten Salzburger Autofahrer aber ab, denn zusätzlich zur Parkgebühr fallen monatliche Kosten und/oder Kosten pro Transaktion an. Dazu kommt, dass es in Salzburg ohnehin vergleichsweise hohe Parkgebühren gibt.

Politiker sieht keine Mitschuld

Dass das System in anderen österreichischen Städten besser angenommen werde, liege vermutlich an der Werbung, sagt Vizebürgermeister Harald Preuner (ÖVP).

Die Stadt Salzburg habe dafür aber kein Werbebudget locker gemacht und bezahle auch sonst keinen Cent für das Handy-Park-System. Vielleicht führe die Pleite eines Anbieters aber nun dazu, dass die übrigen Betreiber das System intensiver bewerben oder attraktiver gestalten, so Preuner.