„Festspielen fehlte Reiz des Außergewöhnlichen“

Opern, Konzerten und dem Schauspiel bei den heurigen Festspielen hat der Reiz jenes Außergewöhnlichen gefehlt, die sehr gute Aufführungen zu einem echten Festspiel werden lassen: Diese Bilanz zieht ORF-Kulturredakteurin Eva Halus.

An diesem Wochenende gehen die Salzburger Festspiele zu Ende, es war das erste Festival unter der Leitung des neuen Intendanten Alexander Pereira. Zeit also für Bilanzen. Die Festsiele selbst laden dazu am Freitag zu einer Pressekonferenz. Die internationale Kritik hat mit Lob für die Festspiele heuer durchaus gegeizt - sowohl für das Gesamtprogramm, als auch für einzelne Aufführungen.

„Zu sehr an großen Namen orientiert“

Wenig festspielwürdig, zu sehr an großen Namen orientiert, zu kulinarisch: Diesen Urteilen der internationalen Fachpresse kann man nur wenig entgegensetzen. Doch in Salzburg konnte man zusätzlich spüren, wie sehr den Opern, Konzerten und dem Schauspiel heuer der Reiz jenes Außergewöhnlichen gefehlt hat, so dass sehr gute Aufführungen zu einem Festspiel werden konnten.

Produktionen waren früher oft Tagesgespräch

In vergangenen Sommern waren Produktionen Tagesgespräch. Schon vor der Premiere raunte die Stadt von Einmaligkeit und selbst festspielferne Bewohner bekamen ein Leuchten in den Augen. Dabei gewesen zu sein, machte glücklich, man war beschenkt.

Heuer war manches gut, anderes gut gemeint

Heuer war manches ganz gut, anderes gut gemeint, doch jemanden, der seine Begeisterung nicht zügeln konnte, habe ich nicht getroffen. Die Festspiele brauchen wieder jene Qualität, die einen besoffen machen kann vor Kunst-Glückseligkeit.

Links: