Uniqa drosselt Festspiel-Sponsoring

Seit 2002 war die Uniqa-Versicherung einer der Hauptsponsoren der Salzburger Festspiele. Nach diesem Sommer zieht sich die Versicherung zurück, will die Festspiele zwar weiterhin fördern, aber nicht mehr so stark.

Bei Uniqa will man den Vertrag als einer der Hauptsponsoren nun nicht mehr verlängern. Der Konzern begründet das mit einem geplanten „Schärfen“ der Markenausrichtung, die Kontake in osteuropäische Länder sollen aber auch weiterhin im Zentrum des Engagements für die Salzburger Festspiele stehen.

Schon seit längerem eingestellt sind spezielle Journalisten-Kurse, die Uniqa in den Anfangsjahren finanzierte. Ob es auch weiterhin in Salzburg eine Uniqa-Premiere geben wird - heuer war das die „Zauberflöte“ -, darüber wird noch verhandelt.

Pereira: „Das ist ein normaler Vorgang“

Auch die Festspiele sehen das Ausscheiden von einem ihrer sechs Hauptsponsoren ziemlich entspannt, sagt Intendant Alexander Pereira: „Uniqa wird als Projektsponsor bleiben. Das ist insgesamt ein normaler Vorgang. Manche Partner gehen, dafür kommen neue Hauptsponsoren.“

Entscheidend sei, sagt der künstlerische Chef, dass die Sponsorsumme insgesammt steigt: „Wir wollen künftig das Sponsoren-Volumen von 8,5 auf 13,5 Millionen Euro pro Jahr steigern“

Viele Projektsponsoren gesucht

Die Festspiele suchen nicht fieberhaft einen neuen Hauptsponsor als Ersatz für Uniqa. In Zukunft, so Pereira, setze das Festival eher auf Projektsponsoren - weniger auf Hauptsponsoren: „Wir brauchen viele, die sich mit den Salzburger Festspielen solidarisch erklären.“

Uniqa will als neuer Projektsponsor knapp die Hälfte der bisherigen Summe weiterhin zur Verfügung stellen.

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