Bankraub in Dorfgastein: zwei Haftstrafen

Zu mehrjährigen Haftstrafen wurden am Montag am Salzburger Landesgericht zwei mutmaßliche Bankräuber verurteilt. Die beiden waren Teil einer Bande, die Ende Oktober in Dorfgastein (Pongau) die Raiffeisenbank überfallen haben soll.

Der Bankräuber - ein gebürtiger Sudanese, aber mittlerweile Österreicher - hatte von Anfang an alles zugegeben. Er war der stumme, maskierte Räuber, der bei der Raika Dorfgastein 23.000 Euro erbeutet und dabei kein Wort gesprochen hatte. Schulden waren sein Motiv. Er wurde am Montag zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

Fahrer des Fluchtwagens leugnete bis zuletzt

Der mutmaßliche Fahrer des Fluchtwagens hingegen, ein Lette, leugnete bis zum Schluss. Doch angesichts von Verurteilungen in seinem Heimatland wegen Raubes, Betrugs, wegen Umweltverschmutzung und sogar unterlassener Hilfeleistung bei einem Schiffbruch und in Summe 21 Jahren Haft, glaubte die Richterin diese Unschuldsbeteuerungen nicht.

Über ihn wurden am Montag vier Jahre Haft verhängt. Er wird in Lettland inzwischen wieder gesucht, und zwar wegen Drogenhandels, 70 Kilo Marihuana. Beide Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Von zwei weiteren Beteiligten fehlt jede Spur

Während der mutmaßliche Bankräuber und der mutmaßliche Fluchthelfer verurteilt wurden, fehlt von den zwei weiteren Beteiligten an dem Bankraub in Dorfgastein jeden Spur: Ein Mann und eine Frau aus Lettland waren nach der Tat vergangenen Oktober untergetaucht.

Die Frau hatte in Bad Hofgastein eine Pension betrieben und den Tatplan ausgeheckt. Der Mann hatte die Tatwaffe besorgt. Die Chance, diese beiden noch vor Gericht zu bringen, sind verschwindend gering.

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