Polizisten immer öfter angepöbelt
Polizistinnen und Polizisten werden gleichermaßen mit Schimpfwörtern und geringschätzigen Gesten bedacht, bei den Beleidigern aber liegen die Männer weit vorne. Nach eigenen Angaben wird jede Polizistin und jeder Polizist in der Stadt Salzburg bis zu dreimal täglich beleidigt, Tendenz steigend.
Besondere Häufung im Pinzgau
Eine besondere Häufung an Beamtenbeleidigungen gibt es im Bezirk Zell am See. Dort wird auch fleißig bestraft, sagt Strafamtsleiter Martin Reichholf. „Bezeichnungen wie Depp, Trottel, Kappelratte sind gängige Beschimpfungen. Für eine einfache Übertretung werden 70 Euro Strafe verfügt - eine Person, die sich besonders negativ hervorgetan hatte, wurde sogar mit 200 Euro bestraft.“
Für heuer wieder Zuwachs erwartet
Reichholf erwartet für heuer bei derartigen Delikten einen Zuwachs um Prozent. „Allein bei aggressivem Verhalten hatten wir im Jahr 2011 42 Übertretungen, heuer halten wir per Ende Juli bereits bei 33 derartigen Übertretungen. Weiters hatten wir im Jahr 2011 178 Fälle von Störung der öffentlichen Ordnung hatten, heuer liegen wir bisher bei 100 derartigen Fällen. Wenn der Trend sich in der kommenden Wintersaison, die ja bekannter Maßen stark ist, fortsetzt, dann dürften wir auch diese Zahlen von 2011 heuer übertreffen.“
Bis zu zwei Wochen Haft
Die Polizisten wehren sich bei Beleidigungen im Anzeigenweg - geregelt sind die Konsequenzen im Sicherheitspolizeigesetz, im Landespolizeigesetz und im Strafgesetzbuch. Bei besonders schweren Vergehen drohen neben Geldstrafen sogar bis zu zwei Wochen Haft.
Publiziert am 27.08.2012

