Lungau: Wenig Interesse an Abschussverträgen

Die Bundesforste suchen seit Monaten Interessenten für Abschussverträge in drei Lungauer Jagdrevieren. Diese Verträge sind jeweils zwei Jahre gültig, doch nicht so leicht an den Mann zu bringen wie Einzelabschüsse. Solche - etwa für fünf Lungauer Auerhähne - waren sofort weg.

Es geht um die Reviere Nockhütte und Gschwand bei Tamsweg, Überling Süd bei Sauerfeld und Moarhütte 2 , ebenfalls bei Sauerfeld und jeweils im Gemeindegebiet von Tamsweg.

Begehrtes Gamswild kommt nicht vor

In allen drei Revieren gibt es Rehwild und Rotwild, das begehrte Gamswild kommt aber nicht vor. So erklären die Bundesforste, warum die Abschussverträge schon monatelang ausgeschrieben sind, aber trotz einiger Interessenten noch niemand zugegriffen hat.

Statt Pachtverträgen kürzere Abschussverträge

Die Bundesforste sind in jüngster Zeit eher dazu übergegangen, statt neun Jahre dauernder Pachtverträge nur noch zwei Jahre dauernde Abschussverträge zu vergeben, sagt der zuständige Betriebsleiter Günther Tragatschnig von den Bundesforsten. Erfüllt nämlich ein Jagdpächter die Abschussvorgaben nicht, so kann man sich erst nach Ablauf des Pachtvertrages, also nach neun Jahren, von ihm trennen, die Abschussverträge laufen hingegen nur zwei Jahre. Als schwindendes Interesse an der Jagd sei die schleppende Vergabe aber nicht zu interpretieren, betont Tragatschnig. Fünf Auerhähne, die für das kommende Jahr zum Abschuss ausgeschrieben wurden, seien sofort begehrt gewesen.

Links: