Brandstiftung aus verschmähter Liebe? Freispruch

Am Freitag stand am Salzburger Landesgericht ein 62-jähriger Arzt wegen Brandstiftungen vor Gericht, der er aus verschmähter Liebe in Leogang (Pinzgau) begangen haben soll. Der Mann wurde freigesprochen, weil zu viele Fragen offenblieben.

Der Mediziner aus Wien war angeklagt, weil er im März 2011 beim Haus seiner Geliebten in Leogang fünf Brände gelegt haben soll - die verheiratete Frau hatte ihn vorher abserviert. Der Arzt bestritt seit Prozessbeginn diese Taten. Er sei zu der Zeit nicht in Leogang, sondern beim Einkaufen in Zell am See gewesen, sagte der Mann.

Der Brandsachverständige hatte gesagt, dass das Feuer auf Grund der Abbrandspuren maximal 30 Minuten vor Entdeckung des Brandes mit Hilfe von insgesamt einem Liter Benzin gelegt worden sei. Dass zwei Zigaretten, die an zwei Brandherden entdeckt worden waren, zur Entzündung dienten, bezweifelte der Gutachter. Die Flammen wurden damals rechtzeitig gelöscht. Allerdings verursachte das Feuer trotzdem rund 70.000 Euro Schaden.

Freispruch: Auch ein anderer könnte der Täter sein

Nach dem Befragen weiterer Zeugen am Freitag verkündete der Richter den Freispruch: Es seien zu viele Fragen offengeblieben - den Brand hätte auch ein anderer legen können, sagte er in der Urteilsbegründung. Dieses Urteil ist bereits rechtskräftig.

Pikantes Detail am Rande: Der Ehemann der Geliebten des Arztes war zum Tatzeitpunkt nicht im Haus. Er hatte laut Justiz selbst eine Geliebte und soll sich bei der Frau in Deutschland aufgehalten haben.

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