Wolfgangsee statt Hallenbad

Das in die Jahre gekommene Hallenbad in St. Gilgen (Flachgau) wird noch heuer abgerissen. Ab dem kommenden Jahr soll an dessen Stelle ein neu gestaltetes attraktives Badeareal mit freiem Zugang zum Wolfgangsee zur Verfügung stehen.

Das Hallenbad St. Gilgen soll mit Jahresende Geschichte sein: Das 1975 eröffnete Bad verursachte der Gemeinde jährlich 250.000 Euro Minus. Eine Sanierung hätte sechs Millionen Euro gekostet, ein Neubau zwei Millionen mehr.

Gleichzeitig hat freies Baden im See auf dem Gelände des geschlossenen Hallenbades schon heuer funktioniert: „Wir haben nicht mehr Schmutz oder Müll als vorher“, sagt Bürgermeister Otto Kloiber (ÖVP), „Natürlich sind um viele Menschen mehr auf dem Platz - aber das ist ja auch gewollt.“

Das alte Hallenbad in St. Gilgen (Flachgau)

ORF

Neues Strandbad mit Holzarchitektur

In der kommenden Saison soll es hier eine Liegewiese mit südlichem Flair geben. Anregungen zur Gestaltung findet man auch in den 1930iger Jahren - Entwürfe für Umkleidekabinen sehen Holzarchitektur vor. Ein freier Seezugang im Ortszentrum ist für den Bürgermeister ein Jugendtraum: „Wir waren immer irgendwo geduldet auf privaten Plätzen. Und eigentlich gehört das her, wenn man da in St. Gilgen ist, dass man irgendwo zum See hin kann.“

Gelöst werden soll damit auch der Fall eines schwer vermietbaren Gastronomiegebäudes am See, ergänzt Kloiber: „Wir hätten heuer einen Pächter gehabt. Aber der hat uns dann leider abgesagt. Da möchte ich schon aufrüsten, damit das attraktiver wird.“

200.000 Euro für Neugestaltung

Leistbar ist die Neugestaltung des künftigen Wolfgangsee-Strandbades: Kosten von 200.000 Euro sind günstiger als der bisherige jährliche Abgang des Hallenbads.

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