Jazz Saalfelden startet: Geldnot droht

Beim 33. Internationalen Jazzfestival Saalfelden (Pinzgau) sind bis Sonntagabend wieder mehr als 30 Konzerte geplant, darunter auf der Alm und dem Hauptplatz - bei freiem Eintritt. Die Organisatoren appellieren an Bund und Land, die Subventionen zu erhöhen.

Muhal Richard Abrams - Jazz - Pianist

Jazzfestival Saalfelden / Highslide JS

Muhal Richard Abrams, heuer mit einem Spezialprojekt für Saalfelden

Saalfelden genießt weiterhin unter Kennern in weiten Teilen Europas den besten Ruf für innovativen Jazz. Knapp 600.000 Euro umfasst heuer wieder das Gesamtbudget.

Appell an Kultur- und Tourismuspolitik

Rund ein Drittel sind Subventionen, die seit Jahren nicht angehoben wurden, klagt Mario Steidl vom Organisationsteam: „Seit 2006 erhalten wir die gleiche Subvention. Sponsoren zu finden, wird für uns auch immer schwieriger. Wir können auch die Ticketpreise definitiv nicht mehr erhöhen, deshalb appellieren wir an die Subventionsgeber, dass etwas gemacht werden muss. Es wäre auch nicht zumutbar, zum selben Preise Konzerte zu streichen.“

Zum Auftakt verbindet Donnerstag der österreichische Komponist Christian Muthspiel mit seinem Quartett den Jazz mit alter Musik des britischen Renaissance-Komponisten John Dowland. Vor drei Jahren hat Christian Muthspiel in Saalfelden sein Youdl-Projekt vorgestellt.

Komposition aus Chicago für Saalfelden

Und eine amerikanische Jazz-Legende hat heuer etwas Spezielles komponiert: Muhal Richard Abrams stellt mit der „Experimental Band“ aus Chicago dieses Projekt vor - exklusiv erarbeitet für Saalfelden.

Auch darin zeigt sich die Anerkennung für die Programmmacher, die sich weiterhin aktuellen Strömungen des Jazz verpflichtet fühlen, die nicht kommerziell sind. Man will offen sein für Experimente. Diese Reputation zeigt sich auch am Interesse der Fachpresse: Mehr als 100 Journalisten aus vielen europäischen Staaten haben sich angemeldet. Und auch die Nachfrage der Musikfreunde ist ungebrochen.

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