Nachwuchshoffnung bei Mountainbike-WM
Bei den Cross-Country-Rennen in Saalfelden werden in insgesamt fünf Disziplinen Medaillen vergeben. Die einzige Salzburgerin in der olympischen Disziplin Cross Country ist Lisa Mitterbauer. Die junge Seehamer vertritt Österreich im U23 Bewerb und hat das Potenzial, unter die besten Zehn zu fahren: „Die Strecke selber ist konditionell anspruchsvoll, technisch ist sie abwechslungsreich. Ich glaube, das liegt mir. Ich möchte meinen Top-acht-Platz der vorigen WM möchte ich gerne wiederholen.“
Vorbereitung mit Team in der Schweiz
Den Feinschliff holt sich Mitterbauer derzeit aber nicht in der Heimat, sondern in der Schweiz. Seit rund eineinhalb Wochen bereitet sie sich auf ihren großen Saisonhöhepunkt vor. Derzeit trainiert sie zusammen mit ihren Teamkollegen vom Team „Bikepark.ch“ im Wallis. Die WM-Vorbereitung mit dem Team ist für Lisa Mitterbauer effektiver als das Solo-Training zu Hause: „Wenn ich zu Hause bin, trainiere ich meistens alleine. So habe ich mehr Motivation und kann mir von den anderen auch was abschauen. Dann macht’s gleich viel mehr Spaß.“
In der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft ging Lisa Mitterbauer zuletzt aber auch ungewöhnliche Wege: So absolvierte sie etwa am vergangenen Wochenende zur Abwechslung einen Sprint-Triathlon.

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Letzter Formtest: „Werde voll angreifen“
Auf dem Mountainbike steht für die 19-Jährige der letzte Formtest am Sonntag auf dem Programm - bei einem Rennen in Muttenz bei Basel: „Da werde ich voll angreifen, damit ich wirklich sehe, wie meine Form ist. Denn wenn man nur so halb fährt, macht es erstens keinen Spaß und zweitens kann ich das gar nicht bei einem Rennen. Es werden auch viele WM-Starter da sein. Da kann man sich gut vergleichen.“
Nach dem Rennen in Muttenz geht es für Lisa Mitterbauer zurück in die Heimat. Ab Dienstag ist die Heeressportlerin dann in der Kaserne in Saalfelden - und damit in unmittelbarer Nähe zum WM-Kurs.
WM-Strecke wird genau studiert
Die Cross-Country-Strecke will Lisa Mitterbauer dann noch intensiv studieren und sich so für’s WM-Rennen einen entscheidenden Vorteil sichern: „Wenn man vier Tage vorher anreist, schaut man, dass man nicht zuviel Energie aufs Training verwendet, dass man ausgeruht für das Rennen ist. Dadurch, dass ich so bald schon dort bin, kann ich die Strecke schon im Renntempo abfahren, verschiedene Intensitäten fahren und kenne natürlich dann die Strecke in jeder Geschwindigkeit und hoffentlich auch jeden Stein.“
Ernst wird es für Lisa Mitterbauer in Saalfelden am 7. September im U23-Rennen der Damen.
Acht Österreicher bei Heim-WM
Für das Eliterennen der Damen steht nur die Tirolerin Elisabth Osl im Aufgebot. Bei den Herren führt Olympiaüberraschung Alexander Gehbauer das starke Nachwuchsteam an, im Herrenbewerb starten sechs Österreicher.
Neben dem klassischen Cross-Country-Rennen stehen bei der Weltmeisterschaft noch die Elimination - ein Ausscheidungsrennen auf einem 600m langen Rundkurs - und der neue Mannschaftsbewerb auf dem Programm. Die Entscheidungen in Saalfelden fallen in der zweiten WM Hälfte, vorher ist Leogang der Schauplatz. Insgesamt werden im Pinzgau 750 Sportlerinnen und Sportler und 40.000 Zuschauer erwartet.
Link:
- Mountainbike-WM: 40.000 Zuschauer erwartet (salzburg.ORF.at, 9.8.2012)
Publiziert am 25.08.2012

