Gabriel Barylli, Alfons Haider am Landestheater

Drei Bühnenstars stehen im Salzburger Landestheater im Herbst mit dem Erfolgsstück „Butterbrot“ auf der Bühne: Autor Gabriel Barylli, Sascha Oskar Weis und Alfons Haider. Bei der Präsentation gaben sich die drei locker.

Es ist die 150. Inszenierung von „Butterbrot“ seit 1988: Von Gabriel Barylli zunächst als Roman veröffentlicht, entstand im selben Jahr die Bühnenfassung und wurde sogar in New York gespielt. Die Verfilmung wurde mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet.

Gabriel Barylli, Sascha Oskar Weis und Alfons Haider (von links nach rechts) mit Butterbroten

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Gabriel Barylli, Sascha Oskar Weis und Alfons Haider gaben sich locker

Jetzt kommt das Stück mit Star-Besetzung in die „Bühne24“ des Salzburger Landestheater. Und alle drei Darsteller sind Debütanten - zumindest in dieser Partie: Sachsa Oskar Weis, zur Zeit noch „Mammon“ im „Jedermann“ und vor drei Jahren „Mephisto“ am Landestheater, spielt erstmals in „Butterbrot“. „Ich habe das vor über 20 Jahren zum ersten Mal gesehehn - und seitdem bin ich ein Riesen-Fan dieses Stücks“, schildert Weis, „Es ist eigentlich ein Wahnsinn, dass ich es auch in meiner zehnjährigen Deutschland-Tätigkeit nie spielen durfte. Dass ich das jetzt nachholen darf, ist mir ein ganz großes Fest.“

„So selten, dass man intelligente Stücke spielen darf“

Auch Alfons Haider debütiert - zumindest in der Rolle des Schauspielers Stefan Kowalski: „Es ist so selten, dass man intelligente Stücke spielen darf und es ist so selten, dass man noch einen lebenden Autor zur Seite hat, mit dem man noch darüber reden oder streiten kann“, sagt Haider. „Noch seltener ist es, dass der noch lebende Autor mit einem noch mitspielt. Und noch seltener ist es, dass man auch Rollen wechseln kann. Ich habe diese Erfolgsproduktion in der letzten Saison in der Josefstadt in den Kammerspielen gespielt - die Rolle von Sascha, nämlich den Architekten. Und der Wechsel ist so interessant. Gabriel Barylli gibt, glaube ich, auch zum ersten Mal den ‚Peter‘, den Schuhverkäufer.“

„Ich habe lange Jahre darauf hingewartet, endlich einen Schuhverkäufer darstellen zu dürfen“, scherzt dazu Autor Barylli.

Stück wird überarbeitet und aktualisiert

Gabriel Barylli wird inszenieren und hat das Stück aufgefrischt. Denn in den 25 Jahren seit Entstehen von „Butterbrot“ haben sich die Männer und die Sicht auf ihre Probleme doch geändert: „Der Kampf zwischen den Geschlechtern war aktueller als er es heute ist“, sagt Barylli. „Das Sich-gegenseitig-zum-Feind-erklären war aktueller als es heute ist. Und jetzt haben wir eine Generation, die dieses Stück spielt, die etwas reifer geworden ist. Das ist es, was sie jetzt in dem Stück spüren werden. Es ist mehr an Erfahrung eingeflossen, was aus diesem Geschlechterkampf geworden ist, wo wir heute stehen im Gegensatz zu vor 25 Jahren.“

Geprobt wird erst in Wien, dann in Salzburg. Zurzeit scheint die Atmosphäre zwischen den drei Protagonist von Freundschaft und Witz bestimmt. Doch drei Schauspieler - alle drei schlagfertig und selbstbewusst - aber nur einer ist der Regisseur, kann das gutgehen? „Ich werde es ausbaden müssen“, kommentiert das Barylli. Wie immer das Match ausgeht - Premiere ist am 12. Oktober.

Marionettentheater wird zur „Bühne24“

Für die Produktion hat das Landestheater auch einen neuen Aufführungsort gefunden. Die Kooperation zwischen den Nachbarn Marionettentheater und Landestheater wird intensiviert, sagt Landestheater-Intendant Carl Philip von Maldeghem: „Wir haben ein wunderbares Abkommen mit dem Salzburger Marionettentheater, dass wenn sie unterwegs sind im Winter, dass wir hier spielen dürfen. Und das werden wir - das ist neu - unter dem Titel ‚Bühne24‘ präsentieren.“

Einen Spielort, größer als die Kammerspiele und kleiner als das Landestheater selbst, suchten ja bereits Vorgänger von Maldeghem.

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