Riesenerfolg für Oper „Die Soldaten“

Der Jubel am Montagabend in der Felsenreitschule zeigt klar: „Die Soldaten“ von Bernd Alois Zimmermann sind eines der großen Ereignisse dieses Festspielsommers. Die 1965 uraufgeführte Oper hat gezeigt, dass Salzburg auch weiter ein Ort für die Musik der Gegenwart sein kann.

Eigentlich habe er mit politischem Theater nichts zu tun, sagt der lettische Regisseur Alvis Hermanis. Dennoch widmet er seine Inszenierung von Bernd Alois Zimmermanns Oper „Die Soldaten“ bei den Salzburger Festspielen den in Russland inhaftierten Punk-Künstlerinnen von Pussy Riot.

"Die Soldaten" bei den Salzburger Festspielen

Salzburger Festspiele / Ruth Walz

Pussy Riot gewidmet

Neun Bogen hat sich Regisseur Hermanis in die Felsenreitschule bauen lassen. Dahinter sind die Schlafsäle der Soldaten und die Stallungen der Pferde, davor die Spielorte für die vielen kleinen Szenen in Kaffeehäusern, an Soldatentreffpunkten, in bürgerlischen Zimmern.

Das Besondere dieser Oper: Viele Szenen laufen gleichzeitig ab.

Metzmacher sorgt für Jubelstürme

Ingo Metzmacher als Dirigent der Wiener Philharmoniker und des umfangreichen Ensembles von Sängern behält die Übersicht. Er ist das vom Publikum umjubelte Zentrum der Aufführung.

Viel Beifall gab es auch für Laura Aikin als Marie. Sie singt und spielt das Bürgermädchen mit großer Eindringlichkeit, das von ihrem Liebhaber - einem Offizier - sitzengelassen wird und schließlich in der Gosse endet.

Das Publikum feierte „Die Soldaten“ als großen Festspielabend.

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